Was Wirtschaftsprüfer 2019 verdienen

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Was Wirtschaftsprüfer 2019 verdienen

Foto: Getty Images

Die Big Four wie PwC, EY, KPMG und Deloitte suchen händeringend Personal für ihre Wirtschaftsprüfung (Audit). Dabei hat sich Zahl der Wirtschaftsprüfer seit der Jahrtausendwende um nahezu die Hälfte auf 14.560 im Jahr 2019 erhöht. Daneben beschäftigen die Gesellschaften noch deutlich mehr Leute, die zwar im Bereich Audit arbeiten, jedoch kein Wirtschafsprüfungsexamen hinter sich haben. Die Karriere- und Gehaltsperspektiven fallen entsprechend glänzend aus.

 

Wie viel verdient man als Wirtschaftsprüfer?

Laut einer Studie der Personalberatung Robert Walters ziehen durch den Nachfrageüberhang in der Wirtschaftsprüfung vor allem im oberen Bereich die Gehälter an. Demnach kommt ein Manager mit drei bis sieben Jahren Berufserfahrung bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften auf 65.000 bis 80.000 Euro, was in etwa dem Vorjahr entspricht. Dagegen konnte ein Manager mit sieben bis 15 Jahren Berufserfahrung 75.000 bis 90.000 Euro kassieren. Vor einem Jahr waren es noch 70.000 bis 80.000 Euro gewesen. Diese Zahlen verstehen sich ohne Boni und andere Zusatzleistungen.

Zu detaillieren Ergebnissen kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) aus dem Jahre 2017, die von der Statistischen Beratungseinheit der FU Berlin ausgewertet wurden und als repräsentativ gilt. Demnach kassiert ein Wirtschafsprüfer mit bis zu drei Jahren im Median immerhin 75.880 Euro. Bei einem Wirtschaftswissenschaftler ohne Wirtschaftsprüfungsexamen sind es hingegen nur 40.000 Euro. Bei über neun Jahren Berufserfahrung erhöht sich die Spanne auf 110.000 zu 57.000 Euro

Anders als bei Bankern entfällt der Großteil der Vergütungen auf die Gehälter. Die Boni erreichen selbst bei langjährigen Mitarbeitern im Mittel nur rund 10.000 Euro. Bei „großen Gesellschaften“, also den Big Four, könne der Bonus bis zu 20 Prozent des Jahresgehaltes betragen, heiß es von der WPK.

Im Laufe der Karriere profitieren zunehmend mehr Mitarbeiter der WPK von Zusatzleistungen wie Dienstwagen und betriebliche Altersvorsorge. So erhalten 9,4 Prozent der Mitarbeiter mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung eine betriebliche Altersvorsorge. Mit über neun Jahren sind es gar 22,7 Prozent.

Einen besonderen Vorzug von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie den Big 4 gegenüber den Investmentbanken stellt die weite Verbreitung Überstundenbezahlung dar. Im Unterschied zu Dienstwagen und Altersvorsorgeleistungen sinkt der Anteil im Karriereverlauf ab. Während 62,9 Prozent der Beschäftigten mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung ihre Überstunden bezahlt bekommen, sind es bei langgedienten Mitarbeitern nur 45,2 Prozent. Allerdings bieten Big Four-Gesellschaften oft auch Alternativen wie zusätzliche Urlaubstage an.

Unterdessen verdienen Werkstudenten im Median 11 Euro pro Stunde, im besten Falle 12,60 Euro. Bei Praktikanten liegt das Monatsgehalt laut der Wirtschaftsprüferkammer bei bis zu 1375 Euro. Der Median liegt bei 1000 Euro.  

Die Angaben in den untenstehenden Tabellen verstehen sich ohne Partner und Geschäftsleitung. Laut Robert Walters können Partner bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften allerdings mehr als 200.000 Euro verdienen.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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