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UBS kann eigentlich nur im Wealth Management und bei Aktienemissionen überzeugen

UBS Bank / Detail

Die UBS spielt auch weiterhin in einer anderen Liga als der Erzrivale Credit Suisse. Um 19 Prozent auf 3,6 Mrd. Franken konnte die größte Schweizer Bank ihren Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr steigern. Von dem Geldsegen entfielen allein 2,1 Mrd. auf das Wealth Management, was ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die Profitabilität der UBS-Königsdisziplin fällt indes weltweit höchst unterschiedlich aus. Während die Nettomarge in der Schweiz bei stolzen 36 Basispunkten liegt, sind es in den USA bescheidene 11 Basispunkte. An jedem Franken Kundenvermögen in der Schweiz verdiente der Konzern im zweiten Quartal also 0,36 Rappen. Im asiatisch-pazifischen Raum lag die Marge bei 25 und im restlichen Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) bei 18 Basispunkten.

FX und Rates abgestürzt, gute Geschäfte mit Aktienemissionen

Im Investment Banking verbesserte sich das Vorsteuerergebnis um 19 Prozent auf 1,0 Mrd. Franken, was im internationalen Vergleich eher mittelmäßig ist. Dabei profitierte die Bank vom starken ersten Quartal. Von April bis Juni gab das Ergebnis allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 419 Mio. Franken nach. Regelrecht unter die Räder kam im zweiten Quartal das FX, Rates und Credit-Geschäft, welches um 36 Prozent auf 293 Mio. Franken einstürzte. Die Bank führte dies auf geringere Volatilität und die damit einhergehenden geringen Volumen zurück. Der kleine Ertragsanstieg im Aktienhandel um 3 Prozent auf 901 Mio. Franken konnte das Desaster in den anderen Assetklassen nicht kompensieren. Dagegen legte das Beratungs- und Emissionsgeschäft um 10 Prozent auf 732 Mio. Franken aufgrund von mehr Aktienemissionen zu.

Das meiste Geld wird in der Schweiz verdient

Unterdessen schwächelte die UBS im Schweizer Filialgeschäft, wo der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 816 Mio. Franken nachgab. Die Aufwandsquote lag hier mit 58 Prozent aber immer noch im sehr guten Bereich.

Generell wird auch bei der UBS immer noch ein Großteil des Vorsteuergewinns in der Schweiz generiert. Laut der Ergebnispräsentation steht der Heimatmarkt allein für 1,5 Mrd. des gesamten Vorsteuergewinns von 3,6 Mrd. Franken. In den USA und EMEA sind es immerhin noch 1,1 und 0,8 Mrd. Franken. Dagegen wurden im aufstrebenden asiatisch-pazifischen Raum gerade einmal eine halbe Mrd. Franken erwirtschaftet. Die Herkunft des Geldsegens ist jedoch unterschiedlich: Während in der Schweiz das Geld im Wealth Management und Filialgeschäft verdient wird, stammt es in den USA hauptsächlich aus dem Investment Banking.

UBS will weitere 300 Mio. bis Jahresende einsparen

Beim Kostenabbau wähnt sich die Bank auf der Zielgeraden. Bislang wurden die jährlichen Kosten um 1,8 Mrd. Franken verringert; bis zum Jahresende sollen noch einmal etwa 300 Mio. hinzukommen.


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