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Citigroup baut Frankfurt zum Tradinghub aus: 150 bis 250 neue Stellen

citigroup compliance

Tradingjobs waren in Frankfurt zuletzt so rar wie Pfifferlinge im Januar. Doch das dürfte sich bald ändern. Die Citigroup will nach Insiderberichten zwischen 150 bis 250 Stellen von London nach Frankfurt verlagern. Damit wird das Broker-Dealer-Geschäft am Main deutlich gestärkt. Laut Branchenkreisen werden von der Verlagerung vor allem Sales & Trading in Aktien und Derivaten betroffen sein.

Bislang beschäftigt die US-Bank am Main über alle Bereiche hinweg 350 Mitarbeiter. Einige der Londoner Trader werden nach Frankfurt mitziehen, andere vor Ort neu eingestellt, darunter auch einige Senior-Positionen. Obgleich Citi bereits in Frankfurt eine Broker-Dealer-Lizenz besitzt und auch einen „kleinen Handelssaal” unterhält, plant die Bank angeblich auch einen Ausbau der Compliance und des Risikomanagements.

Die Entscheidung stellt einen weiteren Etappensieg für den Finanzplatz dar, denn neben Frankfurt verfügt Citi in der Eurozone auch noch über Broker-Dealer-Lizenzen in Paris und Mailand. Das Geschäft in Europa, den Mittleren Osten und Afrika soll jedoch weiterhin von London aus gesteuert werden.

In den zurückliegenden Jahren wurden Tradingjobs durch die fortschreitende Digitalisierung entweder gänzlich gestrichen oder aber nach London verlagert. Der Brexit zwingt jetzt zu einem Umdenken. Die drei japanischen Banken Nomura, Sumitomo und Daiwa hatten erst in den zurückliegenden Wochen die Beantragung von Banklizenzen in Deutschland angekündigt, um von hier aus das Broker-Dealer-Geschäft in der Eurozone nach dem Brexit fortzuführen. Anders als die Japaner verfügen die meisten US-Banken wie Citi in Frankfurt bereits über eine Banklizenz, weshalb bei ihnen der Zeitdruck geringer ausfällt. Bei den Internetplattformen Solarisbank und N26 hatte der Prozess zuletzt neun Monate gedauert. Angesichts des komplizierteren Geschäfts dürfte es bei Investmentbanken etwas länger dauern.


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