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Auch Sumitomo kommt nach Frankfurt: Erste Personalsuchen sind heraus

Mit Sumitomo beantragt die vierte Bank wegen des Brexits in Frankfurt eine Lizenz.

Mit Sumitomo beantragt die vierte Bank wegen des Brexits in Frankfurt eine Lizenz.

Nachdem bereits die japanischen Banken Daiwa und Nomura in den beiden vergangenen Wochen angekündigt haben, eine Banklizenz in Frankfurt zu beantragen, folgt jetzt auch die Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC). Konkret bemüht sich Sumitomo um eine Lizenz für ihre Kernbank sowie um eine Wertpapierlizenz für die Tochtergesellschaft SMBC Nikko Capital Markets, wie der Konzern am heutigen Montag (3. Juli) in Tokio mitteilte.

Damit reagiere die Bank auf den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU, sagte Konzernchef Takeshi Kunibe. Bislang haben die Japaner ihr Europageschäft von London aus betrieben. „Der Zweck dieser Expansion ist die Steigerung der Flexibilität der Marketing- und Ausführungs-Strukturen der Sumitomo Financial Group, so dass sie weiterhin die Finanzdienstleistungen für ihre Kunden erbringen kann, ohne dass es zu Unterbrechungen aufgrund des geplanten Rückzugs Großbritanniens aus der EU kommt“, heißt es von Sumitomo.

„SMBC sucht bereits nach Leuten fürs Accounting und Regulatory, was sie eben für die Banklizenz benötigen“, berichtet ein Headhunter, der namentlich nicht genannt werden möchte. „Die ersten Vorstellungsgespräche haben schon stattgefunden.“ Bislang betreibe der Konzern den Hauptteil seiner Europaaktivitäten von London aus.

Neben den drei japanischen Banken hatte bereits die britische Bank Standard Chartered vor einigen Wochen angekündigt, eine Banklizenz für ihre bestehende Niederlassung in Frankfurt mit derzeit rund 100 Mitarbeitern zu beantragen. Für eine solche Lizenz müssen die Banken ein angemessenes Risikomanagement, Compliance, Interne Revision und Controlling innerhalb der EU sicherstellen. „Dabei gilt das doppelte Proportionalitätsprinzip: Die Zahl der Mitarbeiter muss der Größe und Komplexität des Geschäftsmodells entsprechen“, erläuterte kürzlich Prof. Martin Hellmich von der Frankfurt School of Finance & Management.


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