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GASTBEITRAG: Die Kunst sich während des Praktikums einzuschmeicheln

Networking

Verpasst bloß keine Gelegenheit zum Networking.

Wer sich ein Bankpraktikum gesichert hat, weiß wahrscheinlich, welche strategische Bedeutung dem Networking zukommt. Viele Praktikanten werden Teams zugeteilt, die sie nicht wirklich interessieren. Allerdings müssen Praktikanten auch wissen, WIE sie ein erfolgreiches Networking betreiben. Senior Banker sind oft sehr beschäftigt. Dennoch sind sie bereit Euch zu helfen, sofern Ihr es geschickt anstellt.

Vergeudet nicht die Zeit der Senior Banker

Beim Networking und der Suche nach Mentoren gibt es keinen Grund zur Sorge. Es kann schon einige Überwindung kosten, loszuziehen und mit jemanden zu sprechen, den man noch nicht kennt. Glücklicherweise sind Investmentbanker bereit, sich gegenseitig zu helfen. Die Vorstellung, Investmentbanker seien Einzelkämpfer und würden sich nicht um andere scheren, geht zu weit. Um erfolgreich zu sein, müssen die meisten Banker gut mit anderen zusammenarbeiten und sie mussten wahrscheinlich selbst intensiv an ihren Verbindungen und an ihrem Netzwerk arbeiten, um so weit zu kommen.

Die meisten Senior Banker sprechen sogar gerne mit Praktikanten, weil sie ein Interesse daran haben, die besten Talente zu gewinnen. Praktikanten sollten sich also nicht scheuen, erfahrene Banker zu fragen, ob sie mit ihnen Mittagessen gehen oder sich einige Minuten unterhalten können.

Allerdings gilt es dabei eines zu beachten: Zeit ist wertvoll. Niemand verschwendet gerne seine Zeit. Daher solltet Ihr immer rasch zur Sache kommen. Ihr solltet Euch also genau überlegen, was Ihr fragen wollt und mit einem Plan ins Gespräch gehen. Schaut einfach im Büro des Senior Bankers vorbei und fragt nach einem Termin für ein kurzes Gespräch oder schickt eine E-Mail. Falls Ihr bereits in demselben Team des Senior Banker arbeitet, dann könnt Ihr fragen, wie es mit der Verkaufspräsentation, mit dem Kunden oder dem Projekt vorangeht. Das stellt immer einen guten Weg dar, um eine Beziehung anzubahnen.

Wenn es beispielsweise um den Deal eines neuen Blockchain-Fintechs geht, dann könnt Ihr fragen, worin der Vorteil der Blockchain-Technologie im Vergleich zu den etablierten Märkten besteht.

Verschwendet Eure eigene Zeit nicht

Ihr müsst Euch ganz genau überlegen, mit wem Ihr zusammenarbeiten wollt. Nicht in allen Teams gibt es Einstiegsstellen zu vergeben und in anderen Teams wollt Ihr auch gar nicht erst arbeiten. Überlegt also, wo Eure Zeit am sinnvollsten eingesetzt ist.

Falls Ihr in einem Team von „Generalisten“ eingesetzt werdet, dann müsst Ihr das Networking besonders geschickt anstellen. Die meisten Investmentbanken unterbreiten Einsteigern recht allgemeine Angebote und die frisch eingestellten Analysten stellen erst fest, in welchem Team sie eingesetzt werden, sobald sie tatsächlich angefangen haben. In einer solchen Situation solltet Ihr Eure Chancen maximieren, in Eurem Wunschteam eingesetzt zu werden. Dazu müsst Ihr ein gutes Verhältnis zu den Leuten aufbauen, mit denen Ihr zusammenarbeiten wollt, und die umgekehrt gern mit Euch arbeiten wollen. Darüber hinaus solltet Ihr eine wertvolle Arbeit für die Bank leisten.

Werdet bloß keine hauptamtlichen Networker

Wegen des Networkings dürft Ihr doch keinesfalls die Arbeit in Eurem Team vernachlässigen. Nichts ist wichtiger als seine Arbeit für sich sprechen zu lassen. Denn Talent stellt immer noch den besten Weg zum Erfolg dar – erst danach spielt Sympathie eine Rolle. Dem Networking solltet Ihr also immer nur die zweite Priorität einräumen.

Erzählt nicht herum, dass Ihr Verbindungen zu anderen Teams aufbaut

Wenn das Team, dem Ihr zugeteilt wurdet, Euch mag, dann schätzen die Mitglieder es gar nicht, wenn die Sympathie nicht erwidert wird.

Aus diesem Grund solltet Ihr dem Team nicht andeuten, dass Ihr vielleicht in einem anderen Team unterkommen wollt. Dies kann rasch als mangelnde Loyalität oder als Abwerbung durch das andere Team ausgelegt werden. Gebt einfach an, dass Ihr Euer Netzwerk ausbauen wollt, um dieses Problem zu umschiffen. Sagt bloß nicht, dass Ihr in einem anderen Team arbeiten wollt oder dass Ihr mit dem aktuellen Team unzufrieden seid.

Verbringt nicht zu viel Zeit mit dem Networking außerhalb Eures eigenen Teams

Ihr müsst nicht unbedingt viel Zeit mit dem Networking außerhalb Eures eigenen Teams verbringen. Trefft Euch einfach zwei, drei Mal während des Praktikums mit jemanden aus dem anderen Zielteam. Dabei muss es sich auch nicht um formelle Meetings handeln. Wenn Ihr beispielsweise dem TMT-Team (Telecoms, Media & Technology) zugeteilt worden seid, Euch aber fürs M&A Team interessiert, dann sprecht doch einfach mit einigen von deren Analysten, woran sie gerade arbeiten und signalisiert der Personalabteilung, dass Ihr daran interessiert seid und etwas lernen wollt.

Noch einmal möchte ich betonen, dass Eure eigene Arbeitsleistung Euer wichtigstes Verkaufsargument darstellt. Wenn Ihr eine exzellente Arbeit leistet, dass bekommt Ihr wahrscheinlich auch das erhoffte Übernahmeangebot. Falls die Bank Euch unbedingt haben will, dann ist sie sicherlich bereit, Euch für Euer Wunschteam anzuheuern. Alles hängt davon ab, dass Ihr Euch unbezahlbar macht.

Anish Patel hat früher als Investment Banking-Analyst bei BMO Capital Markets gearbeitet und war Berater für Unternehmensentwicklung bei Madison Wells Media.

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