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Kahlschlag: NordLB legt Axt an 1250 Jobs

Kahlschlag

Jede fünfte der noch 6000 Stellen soll bei der krisengeschüttelten NordLB bis Ende 2020 wegfallen. Insgesamt werde sich der Abbau auf „bis zu 1250 Stellen“ belaufen, teilte die NordLB am heutigen Dienstag (30. Mai) mit. Mit dem Kahlschlag will die Landesbank 150 bis 200 Mio. Euro einsparen. Die Bank wollte indes nicht verraten, wo die Stellen konkret abgebaut werden. Dies sei Gegenstand weiterer Analysen und Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

Unterdessen hat die NordLB im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 255 Mio. Euro erzielt. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen aufgrund von Milliardenabschreibungen auf ihr Portfolio von Schiffskrediten einen Vorsteuerverlust von 1,8 Mrd. Euro verkraften müssen. Im ersten Quartal purzelte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 435 Mio. im Vorjahr auf nur noch 126 Mio. in 2017.

Das Sparprogramm ist umso erstaunlicher als die Hannoveraner schon heute ihre Kosten im Griff haben. Die Aufwandsquote der NordLB lag im ersten Quartal bei 48,9 Prozent und nur etwas über dem Vorjahr. Für jeden Euro Ertrag musste die Bank also keine 49 Cent springen lassen. Der Personalaufwand pro Kopf lag zwischen Januar und März bei rund 24.300 Euro.

„Mit diesem Ergebnis haben wir den ersten Schritt für unser Ziel gemacht, auch für das Gesamtjahr einen Gewinn zu erwirtschaften“, sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle. „Auch wenn die Geschäfte gut laufen und die Risikovorsorge zurückgegangen ist, stellt uns die Schiffskrise weiter vor große Herausforderungen.“

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