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Deutsche Bank will bis zu 150 Mitarbeiter in Fixed Income vor die Tür setzen

Deutsche Bank fixed income layoffs

Lange wurde schon ein Kahlschlag im Geschäft mit festverzinslichen Produkten bei der Deutschen Bank erwartet, jetzt folgen Taten. Laut Insidern seien 150 Stellen bedroht, die meisten davon in der sogenannten Institutional Clients Group (ICG). Dabei handelt es sich um den Bereich, der die Produkte der Bank an die Kunden liefert. Die meisten der Betroffenen sollen aus dem Vertrieb (Sales) stammen.

Einen ähnlichen Kahlschlag von 200 Stellen erfuhr das Aktiengeschäft bereits Anfang des Monats. Die Aushändigung der Kündigungsschreiben im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren dauerte indes etwas länger, was vermutlich an den britischen Schulferien lag. Denn das Gros des Abbaus findet in London statt.

Noch sind keine Namen der Betroffenen bekannt geworden. Doch schon Anfang der Woche ist Suzanne Cain, bislang Head of debt sales der Deutschen Bank und eine der wenigen Frauen in Spitzenpositionen, zu Blackrock gewechselt. Da sich der aktuelle Kahlschlag auf Sales konzentrieren soll, scheint Cain ein gutes Händchen für das Timing zu besitzen.

Bereits vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass fast alle Mitarbeiter vom Vice President aufwärts für das abgelaufene Jahr keine individuellen Boni erhalten. Und wer zu den wenigen Glücklichen zählt, die mit einem Halteboni bedacht werden, muss sich damit abfinden, dass diese an empfindlichen Bedingungen geknüpft sind.

Wen der Abbau betrifft, braucht nicht sogleich den Kopf hängen zu lassen. Da die Erträge im Fixed Income-Geschäft jüngst wieder angezogen sind, dürften die Neueinstellungen in absehbarer Zukunft ebenfalls wieder steigen.

Die Deutsche Bank wollte zu dem Vorgang keine Stellungnahme abgeben. Der Konzern hatte allerdings schon bei der Präsentation seiner Strategie 2020+ vor über einem Jahr angekündigt, insgesamt rund 9000 Stellen abbauen zu wollen. Dazu dürften auch die aktuellen Einschnitte zählen.

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