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GASTBEITRAG: Als ich erfuhr, dass ich kein Managing Director wurde, brach ich in Tränen aus

VP to MD banking

Als ich 2010 erfuhr, dass ich nicht zum Managing Director befördert würde, bin ich nachhause gegangen, um zu heulen. Damals war ich 33 Jahre alt. Nicht nur für drei oder vier Minuten, nein, eine volle Stunde in den Armen meiner Frau. Ich empfand es als Niederlage. Ich dachte, ich und meine Familie wären gescheitert.

Die folgenden Wochen verbrachte ich damit, darüber nachzugrübeln und 2011 ist mir die Beförderung gelungen. Seither habe ich viele Freunde beraten, die einmal oder sogar mehrmals bei der Beförderung übergangen wurden. Einige haben es niemals geschafft.

Ihnen erzähle ich folgendes:

Es gibt einen Grund, wieso Sie übergangen wurden

1. Bedenken Sie, dass eine Beförderung zum Managing Director keine Selbstverständlichkeit darstellt. Die Bank MUSS Sie überhaupt nicht befördern. Es sind ohnehin nur einige Stellen vorhanden, wieso sollten ausgerechnet Sie dafür berücksichtigt werden.

2. Vielleicht sind Sie auch (noch) nicht gut genug. Es zum Managing Director zu bringen, stellt nicht die ultimative Zielmarke dar – alles ist relativ. Mal ehrlich: Wenn Sie sich mit den anderen Kandidaten vergleichen, sind Sie wirklich besser? An welcher Stelle der Glockenkurve befinden Sie sich?

3. Haben Sie sich ernsthafte Feinde gemacht? Sich unbeliebt zu machen, stellt einen besonders leichten Weg dar, um es nicht zu schaffen.

4. Haben Sie Profite generiert? In den Finanzdienstleistungen dreht sich alles ums Geld. Rechtfertigen Ihre Gewinne eine Beförderung? Falls nicht, dann sollten Sie erst einmal in Ihrer aktuellen Stelle mehr Geld generieren oder einer Gruppe mit besseren Ertragschancen beitreten.

Es gibt aber einen weg, es in nächster Zukunft zu schaffen:

Es zum Managing Director zu bringen, stellt wahrlich keine Selbstverständlichkeit dar. Auch falls Sie es verdienen sollten, muss es nicht passieren. Vielmehr benötigen Sie eine Strategie, die Sie auch sorgfältig bis zur nächsten Beförderungsrunde umsetzen.

1. Verdeutlichen Sie allen Kollegen, wie wichtig die Beförderung für Sie ist und noch wichtiger:  Machen Sie Ihnen auch klar, was passieren könnte, falls Sie nicht befördert werden.

2. Versuchen Sie die Meinung zu Ihrer potenziellen Beförderung zu beeinflussen. Sie müssen nicht allein Ihren Vorgesetzten überzeugen, sondern auch die übrigen Managing Directors in Ihrer Abteilung. Je mehr Führungskräfte Ihre Beförderung unterstützen, desto besser.

3. Verkaufen Sie sich selbst. Bei einer Beförderung hängt vieles vom gekonnten Selbstmarketing ab. Letztlich geht es darum, sich selbst zu verkaufen. Dazu müssen Sie sicherstellen, dass jeder Sie liebt und dass Sie wissen, wofür Sie stehen und wieso Sie einen großartigen Managing Director abgeben würden.

4. Sie müssen einen guten General und nicht nur einen guten Soldaten abgeben. Sie müssen sich nach Gelegenheiten umschauen, bei denen Sie Ihre Führungsqualitäten beweisen können.

5. Sie müssen soziales Kapital aufbauen, was in starken und tiefen Beziehungen in der ganzen Abteilung besteht. Je mehr Leute Ihnen einen Gefallen schulden, umso besser.

6. Sie müssen Kunden dazu bringen, sich positiv über Sie zu äußern. Bei den Finanzdienstleistungen steht der Kunde im Mittelpunkt. Daher ist es entscheidend, dass Ihre Kunden Sie mögen und das Ihrem Unternehmen auch wissen lassen.

7. Ihr Name muss mit etwas Großem verbunden werden. Große Titel brauchen einen Anker, an dem sie festgemacht sind. Ihnen verbleiben zwölf Monate, um eine wichtige Initiative zu finden, sie aufzubauen oder zu leiten und so Ihr Profil abzurunden.

Der Autor arbeitete als Managing Director bei Goldman Sachs und bloggt auf „What I Learned on Wall Street“ (WilowWallStreet.com).

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