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Von Bezahlung bis zur Profitabilität: Blick hinter die Kulissen der Schweizer Banken in Deutschland

Entdecken die Schweizer Deutschland?

Entdecken die Schweizer Deutschland?

Die Bündelung des UBS Wealth Managements der Eurozone – samt einiger Investment Banking-Aktivitäten – in Frankfurt hat ein Schlaglicht auf das Engagement der Eidgenossen in Deutschland geworfen. Nicht nur die UBS, sondern Julius Bärs und Vontobel betreiben ihr Europa-Geschäft von Frankfurt und München aus. Wir haben hinter die Kulissen geblickt und die spannendsten Fakten zusammengetragen.

UBS Europe SE / UBS Deutschland AG in Frankfurt

Zum 1. Dezember wurde die UBS Deutschland AG in die UBS Europe SE umgewandelt. Seither berichten sämtliche Wealth Management-Aktivitäten in der Eurozone nach Frankfurt. Die folgenden Zahlen stammen aber noch aus dem Geschäftsbericht der UBS Deutschland AG von 2015 und geben daher nur ein eingeschränktes Bild wieder.

Chef: Thomas Rodermann.

Der 49jährige wurde zum 1. Dezember zum Vorstandsvorsitzenden der UBS Europe AG ernannt.

Mitarbeiter: 709

Die ehemalige UBS Deutschland AG hat 2016 gut 700 Mitarbeiter beschäftigt – 366 im Wealth Management und 66 im Investment Banking (nur Front Office).

Durchschnittliche Jahresvergütung 2015: 167.347 Euro

Profitabilität 2015: 5,6 Mio. Euro Verlust.

Credit Suisse Deutschland AG in Frankfurt

Chefin: Helene von Roeder

Nach dem Studium der Astrophysik in München und Cambridge hat von Roeder ihre Investment Banking-Karriere bei der Deutschen Bank und der UBS begonnen. Von 2004 bis 2014 hat sie bei Morgan Stanley gearbeitet – zuletzt hat sie das Kapitalmarktgeschäft in Deutschland und Österreich verantwortet. Seit September 2014 leitet sie die Credit Suisse Deutschland AG.

Mitarbeiter 2015: 94.

2014 hat die Credit Suisse ihr Private Banking in Deutschland an die Bethmann Bank verkauft, weshalb die Bank hierzulande nur noch wenige Mitarbeiter beschäftigt.

Durchschnittliche Jahresvergütung 2015: 145.386 Euro

Profitabilität: 1,1 Mio. Euro Verlust

Julius Bär Europe AG in Frankfurt

Chef: Heiko Schlag

Nach einem BWL-Studium in Marburg hat Schlag seine Karriere bei der HypoVereinsbank begonnen, wo er zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung des Private Bankings war. 2010 wechselte er in den Vorstand der Julius Bär Deutschland AG.

Mitarbeiter 2015: 173

Durchschnittliche Jahresvergütung 2015: Jahresbericht liegt noch nicht vor (wird nachgereicht)

Profitabilität: Jahresbericht liegt noch nicht vor (wird nachgereicht)

Vontobel Europe AG in München

Chef: Wolfgang Gerhardt.

Die Schweizer Banken stehen im Ruf sich in Deutschland aufs Wealth Management zu konzentrieren. Umso überraschender ist es, dass mit Wolfgang Gerhardt ein langjähriger Investmentbanker die Geschäfte der Vontobel Europe AG leitet. Nach Studium und Promotion der Wirtschaftswissenschaften in Würzburg hat Gerhardt 1984 seine Karriere bei der Schweizerischen Kreditanstalt (Credit Suisse) in Frankfurt begonnen. Über Stationen beim Schweizerischen Bankverein (UBS) und Sal. Openheim – zumeist im Derivategeschäft – gelangte er 2010 zu Vontobel, wo er seit Mai Vorstandssprecher ist.

Mitarbeiter: 82

Vontobel beschäftigt 82 Mitarbeiter in Private Banking, Investment Banking und Asset Management – den Geschäftsbereichen der Zürcher Muttergesellschaft. Interessant ist, dass die Vontobel Europe AG auch acht Investmentbanker – wohl Trader – in London beschäftigt. Es dürfte interessant werden, was mit ihnen im Falle des Brexits passiert.

Durchschnittliche Jahresvergütung 2015: 142.195 Euro.

Profitabilität 2015: 3,1 Mio. Euro Jahresüberschuss

St. Galler Kantonalbank Deutschland AG in München

Chef: Walter Ernst.

Nach einem dualen Studium der BWL bei der HypoVereinsbank sowie einem Executive MBA in Zürich hat Ernst seine Karriere bei der Raiffeisenbank Kleinwalsertal begonnen. Nach einige Stationen bei kleineren Banken leitet er seit Januar die St. Galler Kantonalbank Deutschland AG in München, die sich aufs Wealth Management konzentriert.

Mitarbeiter 2015: 45

Durchschnittliche Jahresvergütung 2015: 131.780 Euro

Profitabilität: 5,3 Mio. Euro Verlust


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