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PwC-Studie zu den traurigen Perspektiven Schweizer Private Banker

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Seitdem sich im Schweizer Wealth Management kaum noch zusätzliche Erträge generieren lassen, liegt der Fokus der Banken auf der Kostenseite. In ihrer neuen Studie „Private Banking in der Schweiz und Liechtenstein. Sind seine Tage gezählt?“ untersuchen die Experten von PwC ausgiebig die Kostenseite. Da die Mitarbeiter die Hauptkosten der Branche ausmachen, hat die Studie einige unangenehme Wahrheiten für die Beschäftigten parat, aber auch einige Lichtblicke:

Die Beschäftigung sinkt – aber nicht endlos

Auch wenn es nicht ganz neu ist: Seit 2010 ist die Zahl der Mitarbeiter der aufs Wealth Management spezialisierten Banken hierzulande von 33.700 auf 28.300 eingebrochen. Das größte Minus entfällt dabei auf Auslandsbanken, wo die Mitarbeiterzahl allein von 2014 bis 2015 um 2100 auf 15.100 zurückging. Da aber auch Groß- und Kantonalbanken im Wealth Management aktiv sind, schätzt PwC die Branchenbeschäftigung immer noch auf 40.000 Mitarbeiter.

Damit scheint die Abbauwelle aber vorerst an ihr Ende gekommen. „Wir sehen in der nächsten Zukunft keinen weiteren bedeutenden Stellenabbau“, schreiben die Autoren der Studie. „Dennoch wird die Branche weniger Back Office-Personal für Routinearbeiten benötigen.“ Gleichzeitig werde die Beschäftigung in Compliance weiter zulegen.

Quelle: PwC

Quelle: PwC

Vergütungen sinken – aber es gibt eine kleine Trendwende

„Die Personalausgaben für eine Vollzeitstelle liegen derzeit etwa 10 Prozent unter dem Vorkrisenniveau“, heißt es in der Studie lapidar. Allerdings scheint mittlerweile eine – wenn auch schwache – Trendwende eingetreten zu sein. Das Minimum mit etwa 212.000 Euro pro Kopf wurde 2012 erreicht; seither geht es wieder aufwärts. Allein von 2014 bis 2015 hat sich der Personalaufwand pro Kopf von 218.000 auf 225.000 Franken erhöht. Der Geldsegen scheint jedoch nicht auf Gehaltserhöhungen zurückzugehen. Vielmehr schätzt PwC, dass Banken vergleichsweise günstige Back Office-Tätigkeiten abbauen oder outsourcen und im Gegenzug teures Compliance-Personal anheuern.

Quelle: PwC

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Die Großen fressen die Kleinen – auch in Zukunft

Obgleich PwC nicht davon ausgeht, dass die Personalausgaben pro Kopf im Schweizer Wealth Management weiter fallen, rechnen die Experten mit weiteren Kostenmaßnahmen. Der Clou besteht in den Skaleneffekten, denn die Kosten pro 1 Mio. Franken Kundenvermögen liegen bei großen Banken empfindlich unter den denjenigen ihrer kleinen Wettbewerber. Während kleine und mittlere Banken pro 1 Mio. Kundenvermögen im vergangenen Jahr 5481 bzw. 5470 Franken springen ließen, waren es bei den Großen nur 3847 Franken. Der Unterschied liegt also bei fast 1600 Franken pro Jahr. Damit ist absehbar, dass die Konsolidierung weitergehen wird.

Quelle: PwC

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