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Neun Tipps für erfolgreiches Networking während des Sommers

Networking

Der Sommer stellt eine gute Gelegenheit fürs Networking dar – gleich ob bei Konferenzen oder einem Feierabendbier. Allerdings gelingt auch ein vermeintlich zwangloses Netzwerken besser, wenn Sie die Angelegenheit mit einem kleinen Schlachtplan angehen. Selbst so mancher erfahrene Banker verträgt eine kleine Auffrischung in der Kunst des Networkings:

1. Erledigen Sie Ihre Hausaufgaben, bevor Sie zum Event gehen

Nur mit einem kleinen Schlachtplan können Sie aus einer Konferenz oder einer sonstigen Veranstaltung das Maximum herausholen. Daher sollten Sie sich frühzeitig über die Teilnehmer und deren Background informieren. Darüber hinaus sollten Sie sich auch im Klaren sein, was Sie dort überhaupt erreichen wollen.

„Zuerst schaue ich mir die Sprecherliste an“, sagt Personalberaterin Melanie Marshak von der Execu Search Group. „Nehmen Sie die Leute ins Visier, die Sie kontaktieren wollen.“

2. Bringen Sie Visitenkarten und Schreibzeug mit

„Auch wenn heute alles digital abläuft, sollten Sie doch reichlich Visitenkarten mitbringen und einen Teil davon verteilen. Weiter sollten Sie einen Stift dabeihaben, um zu notieren, von wem Sie eine Visitenkarte erhalten haben“, sagt Marshak. „Es kann schon schwer fallen, sich an all die Personen genau zu erinnern, wenn Sie einen Stapel von Visitenkarten eingesammelt und mit ins Büro genommen haben.“

Darüber hinaus gilt es sicherzustellen, dass Ihre Profile in den sozialen Medien auf dem neuesten Stand sind. „Oft verlieren die Leute Ihre Visitenkarte oder sie wollen nachschauen, mit wem sie überhaupt gesprochen haben und suchen daher eine Verbindung zu Ihnen über die sozialen Medien“, erläutert Marshak.

3. Kommen Sie als erstes und gehen Sie als letztes

Tauchen Sie rechtzeitig bei der Veranstaltung auf. „Sich eine Strategie zu überlegen, wen Sie treffen wollen, fällt beim morgendlichen Kaffee leichter, als wenn Sie zu einer Flut von Leuten gehen, die bereits in Gespräche vertieft sind, eine Grundsatzrede oder Podiumsdiskussion verfolgen“, sagt Marshak. „Daher sollten Sie auch erst spät gehen.“

4. Hören Sie gut zu und stellen Sie intelligente Fragen

Der Beste Auftakt zu einem neuen Kontakt stellt ein gutes Gespräch dar, an das sich Ihre Gesprächspartner gerne erinnern. „Stellen Sie sich vor und erzählen Sie Ihnen, wieso Sie heute hierher gekommen sind“, empfiehlt Personalberaterin Rebecca Dappen von der Lucas Group. „Stellen Sie ihnen dann eine interessante Frage: ‚Was interessiert Sie heute in Ihrer Branche, Ihrem Leben, Ihrem Job oder Ihrem Geschäft am meisten?“

„Mein persönlicher Favorit lautet: ‚Was war das Beste, was Ihnen heute widerfahren ist?“, sagt Dappen. „Vermeiden Sie zu allgemeine Fragen.“

Nähern Sie sich in den Zwischenzeiten wie z.B. kurz vor oder nach dem Mittagessen oder während des Feierabend-Drinks ausgesuchten Gruppen.

„Entweder Sie kennen jemanden aus der Gruppe oder Sie entdecken einen Sprecher oder Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und sagen: ‚Ich habe gerade Ihren Vortrag gehört, darf ich Ihnen dazu noch einige Fragen stellen?‘ oder ‚Ich habe Ihren Vortrag verpasst, kann ich einen Moment mit Ihnen darüber sprechen.“

5. Konzipieren Sie Ihr optimales Netzwerk

Ein Hauptnetworkingfehler besteht darin, dass die Leute nicht genau wissen, was sie damit überhaupt erreichen wollen. Karrierecoach Maggie Mistal rät zu einer dreistufigen Vorgehensweise, um sich über seine Ziele klar zu werden: Brainstorming, Recherche und Jobsuche.

„Dieser Prozess unterstützt sie dabei herauszufinden, wer sie sind und was sie von ihrer Karriere wollen“, sagt Mistal. „Dies hilft ihnen zu identifizieren, mit wem sie networken möchten und mit wem sie über die sozialen Medien befreundet sein möchten. Heute fällt es leichter denn je, eine Beziehung zu den richtigen Leuten aufzubauen.“

Um dies optimal zu nutzen, sollten Sie wissen, welche Jobs Sie genau wollen, für welches Unternehmen Sie arbeiten möchten und welche Unternehmenskultur Sie bevorzugen.

6. Bleiben Sie entspannt, versuchen Sie sich nicht die gesamte Zeit zu verkaufen

Wirken Sie nicht übermäßig nervös. Sie wollen nicht herüberkommen wie „Oh, mein Gott! Ich muss mit Ihnen sprechen“ oder schlimmer noch: Sie beginnen schon am Anfang des Gesprächs mit Ihrer Selbstvermarktung.

„Bleiben Sie locker als ob Sie auf eine Dinner-Party warten“, meint Marshak. „Das Gespräch muss nicht mit geschäftlichen Dingen, der Jobsuche oder ‚ich suche nach X‘ beginnen.“

7. Bleiben Sie in Erinnerung

Allzu oft vergessen die Leute wichtige Details, wenn sie von ihrer Karriere erzählen. So spielen viele Erfolge herunter, um nicht angeberisch zu wirken oder sie sind derart gestresst, dass sie lediglich von ihren Fachkompetenzen sprechen und darüber vergessen, von ihrer Motivation für den Job zu erzählen, berichtet Mistal.

„Ich habe ein wirkungsvolles Geheimnis entdeckt: den Elevator Pitch mit persönlicher Note“, erzählt Mistal. „Dieser erleichtert es Ihnen nicht nur, Ihre Angelegenheit vorzubringen, sondern er hilft beim Aufbau einer echten Verbindung“, sagt Mistal.

8. Machen Sie Ihre Runde und mischen Sie sich unter die Leute

Verschwenden Sie nicht zu viel Zeit, sich mit einer einzigen Person zu unterhalten. Stattdessen sollten Sie sich zwischen Kaffeepause und Feierabenddrink von einer Gruppe zur nächsten voranarbeiten, wobei Sie sich vorstellen und Visitenkarten einsammeln. Die Grundidee lautet, so viele Kontakte wie irgend möglich herauszuschlagen.

„Verwenden Sie nicht zu viel Zeit auf eine Einzelperson“, warnt auch Marshak. „Flechten Sie sich in das Gespräch einer Gruppe ein, aber verlassen Sie es auch wieder, um die Zahl der Leute, mit denen Sie sprechen, zu maximieren. Kommen Sie also nicht von der Konferenz zurück und sagen, dass Sie nicht mit allen Leuten, mit denen Sie wollten, sprechen konnten.“

9. Bleiben Sie am Ball

Auch nach dem Verlassen der Konferenz oder einer anderen Networkingveranstaltung sollten Sie am Ball bleiben und ein oder zwei Tage später E-Mails an interessante Gesprächspartner versenden.

„Schreiben Sie einfach etwas wie ‚Ich habe unser Gespräch wirklich genossen. Wären Sie bereit zu einem kurzen Telefonat oder Treffen darüber?“, rät Marshak. „Dazu können Sie die Notizen nutzen, die Sie vorher auf der Rückseite der Visitenkarten notiert haben, um die E-Mail so persönlich wie irgend möglich zu gestalten.“

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