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Bei der UBS kassieren über 5000 Mitarbeiter mehr als 300.000 Franken

Der Bonuspool bei der UBS stieg in 2015 um 14 Prozent.

Der Bonuspool bei der UBS stieg in 2015 um 14 Prozent.

Trotz gegenteiliger Meldungen verdienen Banker immer noch prächtig, wie das Beispiel der UBS zeigt. Laut dem jetzt vorgelegten Vergütungsbericht haben mehr als 5000 Mitarbeiter einen Teil ihres Bonus in Aktienanwartschaften erhalten, die Neudeutsch als Equity Ownership Plan bezeichnet werden. Die Pointe dabei: Erst ab einer Gesamtvergütung von 300.000 Franken bzw. Dollar wird dieses Vehikel verwendet. Immerhin zählt damit jeder zwölfte Mitarbeiter zu dieser Gruppe. Insgesamt kletterte der Bonuspool in 2015 um 14 Prozent auf 3,5 Mrd. Franken.

659 Risikoträger verdienen über 2,1 Mio. Franken

Das richtig große Geld verdienen Mitarbeiter aber erst, wenn sie zu den Key Risk Takern zählen. Dabei handelt es sich um die Beschäftigten, die eine besondere Risikoverantwortung tragen. Dazu gehört jeder Angestellte mit einer Vergütung jenseits der 2,5 Mio. Franken. Die UBS zählt 659 dieser Einkommensmillionäre, von denen jeder im abgelaufenen Jahr durchschnittlich über 2,14 Mio. Franken kassierte. Die Konzernleitungsmitglieder sind hierin noch gar nicht berücksichtigt.

Diese Summe verteilt sich allerdings auf recht unterschiedliche Instrumente. Gerade einmal rund 604.000 Franken entfielen auf das Grundgehalt, was 28 Prozent der Gesamtvergütung ausmacht. Bleiben für den Bonus also durchschnittlich 1,54 Mio. Euro oder 72 Prozent für Vergütungen. Davon entfielen etwa 425.000 Euro auf Bargeld, 701.000 auf die erwähnten Aktienanwartschaften und 414.000 auf den Deferred Contingent Capital Plan.

Dabei handelt es sich um eine Form von Co-Co-Bonds, eine Art Mitarbeiteranleihe, die in Eigenkapital umgewandelt wird, sobald die Kernkapitalquote nach Basel III unter 10 Prozent (bei Konzernleitungsmitgliedern) oder 7 Prozent (bei allen anderen Empfängern) fällt. Angesichts einer harten Kernkapitalquote von 14,5 Prozent dürfte das allerdings so schnell nicht greifen. Das Risiko wird den betroffenen Mitarbeitern indes mit einer stolzen Verzinsung von 4,15 bzw. 7,35 Prozent versüßt, je nachdem ob die Co-Co-Bonds in Franken oder US-Dollar notieren – davon können vielen Kunden der UBS nur träumen.

Die üppigen Sonderzahlungen der UBS

Während der Finanzkrise sind Antrittsboni in die Kritik geraten. Dabei handelt es sich um Vergütungen, die künftige Mitarbeiter nur erhalten, weil sie ihren Job auch tatsächlich angetreten haben. Immerhin 114 Personen gelangten 2015 in deren Genuss und strichen durchschnittlich gut 184.000 Franken ein. Darunter befanden sich auch 14 Risikoträger, bei denen es durchschnittlich sogar 786.000 Franken waren.

Ein interessantes Instrument sind auch die Ersatzzahlungen, mit denen neuen Mitarbeitern der Verlust ihrer angesammelten Bonusansprüche bei ihrem alten Arbeitgeber ausgeglichen wird. 252  neu eingestellte Mitarbeiter kassierten auf diese Weise durchschnittlich gut 337.000 Franken. Bei den 27 angeheuerten Risikoträgern waren es sogar mehr als 1,6 Mio. Franken.

Dagegen fallen die Abfindungen vergleichsweise moderat aus. 1850 scheidende Mitarbeiter erhielten so durchschnittlich knapp 90.000 Franken. Bei den sechs betroffenen Risikoträgern waren es übrigens gut 333.000 Franken.

Am besten von allen gut 60.000 Mitarbeitern verdiente UBS-Chef Sergio Ermotti, dessen Gesamtvergütung sich für 2015 auf 14,3 Mio. Franken summierte, was ein Plus von 28 Prozent bedeutet.


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