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Die Köpfe hinter der Syngenta-Übernahme durch ChemChina

Syngenta-Forschung.

Syngenta-Forschung.

Die Einfädelung der Syngenta-Übernahme durch den Staatskonzern ChemChina katapultiert HSBC in eine ganz neue Liga. Bislang war die Bank eher in der zweiten Liga angesiedelt, jetzt geht es um eine Transaktion im Volumen von 48 Mrd. Dollar und damit um die mit Abstand größte Auslandsübernahme in der Schweiz. Allerdings ist die Transaktion des Basler Agrarchemiespezialisten noch nicht in trockenen Tüchern. Mit von der Partie sind auch zwei M&A-Profis mit engen Verbindungen zur Schweiz.

Jan Masek: Von Basel aus einmal um die Welt und zurück

So spielt Jan Masek, Co-Head Mergers & Acquisitions für Deutschland bei HSBC Trinkaus in Düsseldorf, eine zentrale Rolle. Der Managing Director war erst vor einem Jahr von JP Morgan in Zürich abgeworben wurde. Beim JP Morgan M&A-Roundtable im Dezember hatte sein ehemaliger Chef Dirk Albersmeier, Co-Head M&A für Europa bei JP Morgan, bereits prophezeit, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis ein deutsches Industrieunternehmen nach China verkauft werde. Von daher entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass Masek jetzt am Syngenta-Megadeal mitarbeitet.

Das Beispiel Masek belegt, wie wichtig eine gute Ausbildung für eine Karriere im internationalen M&A-Geschäft ist. Nach seinem Abitur am Realgymnasium in Basel 1991 erwarb er 1995 einen Bachelor an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver. Sein Berufseinstieg gelang ihm als Management-Trainee bei Daimler Benz, wo er später als Devisenspezialist arbeitete. 2002 erwarb er an der renommierten Business School INSEAD in Fontainebleau bei Paris seinen MBA. Gewappnet mit dem Abschluss gelang Masek der Wechsel ins Banking. Von 2005 bis 2009 war er Vice President in M&A bei JP Morgan in Frankfurt, von 2009 bis 2001 Executive Director, Head of M&A Switzerland und von 2011 bis 2014 Head of Investment Banking Switzerland. Anfang 2015 zog es ihn zu HSBC Trinkaus in Düsseldorf. Es kann also sinnvoll sein, für einen Karriereschritt von einer Tier 1-Bank (JP Morgan) zu einer Tier 2-Bank (HSBC) zu wechseln.

James Simpson: Nach 18 Jahren bei UBS Absprung zu HSBC

James Simpson ist ebenfalls Co-Head Investment Banking bei HSBC, allerdings für Europa in London. Simpsons Beispiel zeigt, dass ein Karrierewechsel auch nach 18 Jahren bei demselben Arbeitgeber vorteilhaft sein kann. So hat Simpson nach seinem Bachelor in Business Administration an der University im englischen Bath bereits 1996 bei der UBS angefangen. Bei der Schweizer Großbank brachte er es in 18 Jahren zum Managing Director. Dennoch wechselte er vor anderthalb Jahren zu HSBC in London. Jetzt sind die beiden für eine der größten Übernahmen in der HSBC-Geschichte zuständig.

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