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Wachstum und IFRS führen zu Neueinstellungen

In Deutschland führen hohes Unternehmenswachstum und Regelungen wie IFRS zu Neueinstellungen in den Finanzabteilungen. Unsere europäischen Nachbarn stöhnen eher unter zu hohem Arbeitsaufkommen.

In jeder fünften deutschen Finanzabteilung könnten vor allem positive Geschäftszahlen zu weiteren Neueinstellungen führen. Dies ergab der aktuelle Financial Hiring Index von Robert Half Finance & Accounting, dem weltweit führenden Personaldienstleister im Finanz- und Rechnungswesen. Das internationale Konjunkturbarometer für das Finanz- und Rechnungswesen erscheint zweimal im Jahr und ermittelt für dreizehn Länder die Einstellungstrends der kommenden 6 Monate.

Damit blicken die deutschen Unternehmen positiver in das nächste halbe Jahr als die europäische Konkurrenz. In Westeuropa rechnen mit 23% lediglich die britischen Finanzabteilungen häufiger damit, dass zusätzliche Stellen durch gute Geschäftsergebnisse entstehen könnten. In den Niederlanden liegt die Quote gleichauf mit Deutschland.

Eine weitere wichtige Ursache für die große Nachfrage sehen die deutschen Finanzmanager der Studie zufolge in dem hohen Arbeitsaufkommen der Finanzabteilungen. “Die zusätzlichen Aufgaben der Finanzabteilungen hängen stark mit der Internationalisierung der Bilanzierungsstandards zusammen”, meint Sven Hennige, Senior Director Central and Eastern Europe bei Robert Half Finance & Accounting. In vielen Unternehmen schreite die Umsetzung der International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht so rasch voran wie geplant. “Diesen Rückstand”, so Hennige, “möchten viele Unternehmen nun mit zusätzlichem Personal ausgleichen.”

Allerdings scheinen die deutschen Finanzabteilungen deutlich besser auf die neue Vielfalt der Aufgabenstellungen vorbereitet zu sein als die ausländische Konkurrenz. Das hohe Arbeitsaufkommen ist für die Finanzmanager in Italien, Luxemburg und Frankreich das Hauptproblem: Rund jeder zweite sieht hierin den hauptsächlichen Grund dafür, dass sein Unternehmen weiteres Personal im Finanz- und Rechnungswesen benötigt. In Belgien sind dies immerhin noch 43%.

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