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GASTKOMMENTAR: Die sechs verbreitetsten Lebenslauf-Killer

Die Bedeutung des Lebenslaufs lässt sich gar nicht überschätzen. Im Regelfall handelt es sich um das erste, was ein Recruiter sehen möchte und womit er Sie gegebenenfalls an einen Arbeitgeber “verkaufen” kann. Dazu werden Headhunter jedoch wenig geneigt sein, wenn Ihr Lebenslauf nur so von Rechtschreibfehlern strotzt.

Hier die verbreitetsten Fehler:

1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Es mag sich zwar um eine Selbstverständlichkeit handeln, dennoch wären Sie überrascht, wie viele Lebensläufe bei uns mit Rechtschreib- oder grundlegenden Grammatikfehlern ins Haus flattern. Das mag nicht das Ende der Welt sein, dennoch sind diese vermeidbar und hinterlassen den Eindruck von Fahrlässigkeit – den niemand gern bei einem potenziellen Arbeitgeber hinterlassen möchte.

2. Mangel an Details

Wenn sich ein Arbeitgeber Ihren Lebenslauf anschaut, dann will er ganz genau wissen, was Sie in Ihren früheren Positionen erreicht haben und wieso das für Ihn relevant sein sollte. Falls Sie also verantwortlich für das Wachstum Ihres Geschäftsbereiches waren, dann teilen Sie genau mit, wie Sie dies erreicht haben und gehen Sie in die Details. Idealerweise führen Sie die exakten Informationen zu den jeweiligen Stationen, Märkten, Produkten und Ihren internen und externen Kunden an. Überdies kann es einen signifikanten Mehrwert darstellen, wenn Sie die Projekte und Initiativen, die Sie jenseits des Alltagsgeschäfts unternommen haben, ganz genau auswälzen.

3. Zu lange und komplizierte Sätze

Falls Sie sehr lange und komplizierte Sätze in Ihrem Lebenslauf verwenden, dann riskieren Sie, Ihre tatsächlichen Leistungen zu verdunkeln. Auflistungen zu verwenden, kann hilfreich sein, um Ihrem Lebenslauf Ordnung und Klarheit zu verleihen. Dies präsentiert den Recruitern die für sie relevanten Informationen auf leichtverdaulich Weise.

4. Fotos, Bilder, farbiges Papier und fantasievolle Schriften

Wir beobachten bei Bewerbern die Tendenz, ihre Lebensläufe durch verschiedene visuelle Elemente wie Fotos, fantasievolle Schriften, und andere grafische und farbige Effekte “aufzupeppen”. Viele Leute denken, dass ihr Lebenslauf damit aus der Masse hervorsticht, was auch der Fall ist. Allerdings wird dadurch das Äußere über die Substanz gestellt. Falls sich Arbeitgeber Ihren Lebenslauf anschauen, dann wollen sie etwas über Ihre bisherigen Leistungen erfahren und wieso Sie für die betreffende Stelle geeignet sind.

5. Unkorrekte Kontaktdaten

Auch das mag sich selbstverständlich anhören, aber die Leute wechseln oft ihre Telefonnummern oder ziehen um und vergessen zuweilen, diese Daten auf ihrem Lebenslauf abzuändern. Nichts ist frustrierender, als einen fantastischen Lebenslauf vor sich zu haben und nicht in der Lage zu sein, sich mit der Person in Verbindung zu setzen.

6. Ein Lebenslauf für alle Fälle

Arbeitgeber, die einen allgemeinen Lebenslauf, der auf alles passt, erhalten, legen diesen schnell beiseite. Die meisten Recruitment Manager suchen nach maßgeschneiderten Lebensläufen, die minutiös mit detaillierten Leistungen aus zurückliegenden Jobs erläutern, dass Sie die richtige Person für den Job sind. Falls Sie dem nicht nachkommen, dann sein Sie sich gewiss, dass andere Bewerber sich diese Chance nicht entgehen lassen.

Kommentare (3)

Comments
  1. Zum Punkt 2 habe ich eine ganz andere Meinung. Die Details interessieren mich nicht. Ich gebe jeden CV etwa 30s Zeit und suche nur nach den Schlüsselwörtern, die für die Position relevant sind. Nach dem ersten Scan wird die Entscheidung gemacht, den CV auf einen von 3 Stapeln legen: 1) Fit: Einladen zum Gespräch, 2) Potentieller Fit: ev. in einer zweite Runde berücksichtigen; 3) Rejects.
    Die CVs mit zu vielen Details landen auf Stapel 3.

  2. “Falls Sie sehr lange und komplizierte Sätze in Ihrem Lebenslauf verwenden, dann riskieren Sie, Ihre tatsächlichen Leistungen zu verdunkeln.”
    Liegt hier eine Verwechslung mit dem Anschreiben vor? Sätze im CV?

    Die Borniertheit, halbwegs gute Lebensläufe zu ignorieren, nur weil sie mal nicht in den Trend des Personalers passen, wird angesichts immer mehr verblödender Massen und daher erheblich verteuerten Recruitments schnell verschwinden. Ich sehe kaum noch ein Posting im Web, wo ein “dass” richtig verwendet wird, und der Idioten-Apostroph beim Plural oder bei mehr als 2 ersetzten Buchstaben (“ins Kino” – schlimm!) ist mittlerweile Volkssport! Ne, ihr Personaler werden DERMASSEN eure Ansprüche reduzieren müssen, sonst landet bald nichts mehr hinter euren Filtern…

  3. @Matt Sorum: “werdet” heißt es, “werdet” :-p

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