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Geld ist nicht alles (Teil 1)

Der monatliche Gehaltsscheck rückt bei der Vergütung zunehmend ins zweite Glied.

Gleich drei aktuelle Studien zeigen: Mitarbeiterbindung wird künftig weniger über das Grundgehalt, als vielmehr über variable Vergütungen, betriebliche Zusatzleistungen und nicht-monetäre Zuwendungen betrieben.

32% der in einer Studie von Mercer Human Resource Consulting befragten Unternehmen wollen stärker als zuletzt in leistungsabhängige Bonuszahlungen investieren als bisher. “Die Schwerpunkte in den Gesamtvergütungsstrategien verschieben sich. Bei der Barvergütung stagnieren die Grundgehälter zugunsten höherer Investitionen in leistungsbezogene Jahresbonifikationen”, sagt Bernd Thomaszik, Leiter der Human Capital-Beratung bei Mercer. “Auf diese Weise haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fixkosten auf einem stabilen Niveau zu halten und darüber hinaus besonders gute Leistungen auch besonders zu honorieren.”

Sein Haus hat in einer Studie 430 überwiegend multinationale Unternehmen in Europa zu ihrer Strategie in punkto Gesamtvergütung befragt, also bezüglich sämtlicher monetärer Vergütungsbestandteile wie Grundgehalt, Bonuszahlungen und betriebliche Zusatzleistungen sowie nicht-monetärer Komponenten wie Weiterbildungsangebote und Aufstiegsmöglichkeiten.

Bei betrieblichen Nebenleistungen im Bereich der Alters- oder Gesundheitsvorsorge sind der Studie zufolge im Jahr 2007 ebenfalls Zuwächse zu erwarten. So gaben 16 bzw. 20% der Befragten an, für diese Zusatzleistungen mehr Geld aufwenden zu wollen.

Zwei Studien im Auftrag von Robert Half Finance & Accounting, dem weltweit führenden Personaldienstleister im Finanz- und Rechnungswesen, bestätigen diese Entwicklung. Neben klassischen Zuwendungen wie Betriebsrenten und Pensionsfonds zeigt eine Befragung unter internationalen Finanzmanagern einen Trend zu betrieblichen Gesundheitsplänen. In Deutschland legt demnach fast jedes zehnte Unternehmen (8%) in den kommenden Monaten einen besonderen Fokus auf Gesundheitspläne für seine Mitarbeiter. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im oberen Drittel.

In einer Robert Half-Arbeitnehmerstudie gaben 42% der Befragten an, Zuschüsse zur privaten Altersvorsorge, immerhin 9% auch zu ihrer privaten Krankenversicherung zu erhalten. 27% der Arbeitnehmer können zudem auf Firmenkosten die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder kostenlos auf dem Firmengelände parken – ein hoher Wert im europäischen Vergleich. Seltener als in unseren Nachbarländern sind in Deutschland hingegen Sachzuwendungen wie Mobiltelefone oder Notebooks vertreten. 13% der deutschen Arbeitnehmer verfügen über ein vom Arbeitgeber gestelltes Mobiltelefon, 7% der Deutschen über ein Firmenlaptop.

Im zweiten Teil erfahren Sie, wie Firmen zunehmend nicht-monetäre Leistungen zur Mitarbeiterbindung einsetzen.

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