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GASTBEITRAG: Was im Kopf eines Recruiters vor sich geht

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Für so manchen Bankingjob führt um Personalberater kein Weg vorbei. Daher ist es wichtig, sie auf seine Seite zu ziehen. Allerdings werden sie oft auch von mehr Kandidaten angegangen als ihnen lieb ist. Daher sollten Sie sie mit viel Fingerspitzengefühl behandeln. Das nächste Mal, wenn Sie auf einen Recruiter treffen, sollten Sie sich in seine Lage versetzen.

1. Recruiter wollen Kandidaten, die auf Jobs passen. Es sind keine Karriereberater

Vielleicht halten Sie es für eine kluge Idee mit einem Recruiter ihre Karriereoptionen durchzugehen. Doch damit können Sie falsch liegen. Recruiter werden nicht dafür bezahlt, die Leute auf den Job vorzubereiten, sondern um Vakanzen zu besetzen. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Unterschied.

2. Recruiter wünschen sich Kandidaten, die erklären können, wieso sie die richtige Besetzung für die Stelle sind

Recruiter bevorzugen Kandidaten, die bereit für den Markt sind. Daher benötigen Sie einen maßgeschneiderten Lebenslauf, Sie müssen sich auf verhaltensbezogene Fragen vorbereiten und erläutern können, wieso Sie aus der Masse herausstechen. Was haben Sie tatsächlich in jeder Ihrer Stellen erreicht? Liefern Sie hierzu harte, quantifizierbare Belege.

3. Recruiter wünschen sich Kandidaten, die wissen, unter welchem Druck sie selbst stehen

Vielleicht denken Sie, dass sich bei Recruitern alles um Kandidaten dreht. Damit liegen Sie aber wiederum falsch. Sie verbringen ihre Tage damit, auf Antworten von ihren Partnern zu warten, Kandidaten zu suchen und zu interviewen und sie erledigen den Papierkram oder bauen Beziehungen zu Führungskräften auf, um den Personalbedarf auszuloten. Falls Sie die begrenzte Aufmerksamkeit eines Recruiters erhalten möchten, dann sollten Sie als Kandidat möglichst ein Volltreffer sein. Daher müssen Sie im obersten Drittel Ihres Lebenslaufes dasjenige darlegen, wonach er sucht. Stellen Sie auch klar, wie die fragliche Stelle zu Ihrem Karriereweg passt.

4. Recruiter wünschen sich Kandidaten, die mit ihnen wachsen

Recruiter müssen einen wahren Hindernisparcours bewältigen. Einige Kandidaten halten sich nicht an ihre Instruktionen und gelegentlich ändern auch Hiring Manager ihre Meinung. Sie werden ständig von Fremden nach Jobs gefragt. Um eine längerfristige Partnerschaft aufzubauen, sollten Sie daher bereits früh in Ihrer Karriere den Kontakt suchen. Machen Sie den Recruiter zu einem ihrer Mentoren. Auf diese Weise können Sie im Verlauf Ihrer Karriere das meiste aus ihnen herausholen.

Beachten Sie diese Grundsätze das nächste Mal, wenn Sie einen Banking Recruiter kontaktieren. Damit haben Sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern und der mühselige Bewerbungsprozess wird für sämtliche Beteiligten weniger stressig.

Melissa Llarena ist Karrierecoach und Interview-Flüsterer. Recruiter Brian Rhonemus von der Angott Search Group hat zu diesem Artikel beigetragen.

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