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Bilanz: Wie viele Jobs bei Commerzbank und Dresdner Bank in der Ära Blessing weggefallen sind

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Bislang verdiente die Commerzbank vor Steuern in 2015 rund 1,4 Mrd. Euro. Konzernchef Martin Blessing legte damit das beste Ergebnis seiner Amtszeit vor. Den – hoffentlich – geschafften Turnaround nahm der 52jährige zum Anlass seinen Abtritt von der Konzernspitze im kommenden Jahr anzukündigen.

Die Ära Blessing wird jedoch weniger durch Gewinne als durch eine beispiellose Restrukturierung in der deutschen Bankenlandschaft im Gedächtnis bleiben. Seit Mai 2008 ist Blessing Sprecher des Vorstands der Commerzbank. In seine Amtszeit fällt also die Übernahme der Dresdner Bank ebenso wie die Bewältigung der immensen Altlasten der Finanzkrise. Stellt schon die Fusion zweier Großbanken eine Herkulesaufgabe dar, sollte sich ein solches Unternehmen im Zuge der Finanzkrise nahezu als Mission Impossible herausstellen. Vor diesem Hintergrund stellt das Erreichte schon einen Erfolg dar, auch wenn immer noch offen ist als wie nachhaltig sich der Turnaround erweisen wird.

Weniger glücklich dürften die Opfer der Restrukturierung sein. So führte Blessing gleich zwei großangelegte Kahlschläge beim Personal durch. Erst wurden im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank 9000 Stellen gestrichen. Im Juni 2013 folgte dann die Ankündigung eines weiteren Abbauprogramms über 5200 Stellen bis 2016 – macht einen Abbau von insgesamt 14.200 Jobs.

Wie gravierend die Einschnitte tatsächlich ausfielen, zeigt auch ein Blick auf die Mitarbeiterzahlen, wie sie in den Jahresabschlüssen von 2008 bis 2014 enthalten sind. Während Ende letzten Jahres der nunmehr fusionierte Konzern rund 46.300 Mitarbeiter zählte, beschäftigten Commerzbank und Dresdner Bank Ende 2008 noch über noch an die 66.500 Angestellte. Da stellt es nur einen kleinen Trost dar, dass die Beschäftigtenzahl der Commerzbank für 2008 nicht teilzeitbereinigt ist und damit optisch zu hoch ausfällt.

Ein genauerer Blick auf die Beschäftigungsentwicklung in den einzelnen Geschäftsparten belegt indes, dass es auch einen Gewinner gibt. So schuf die Commerzbank zwischen 2009 und 2014 fast 700 Stellen in der Mittelstandsbank.


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