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GASTKOMMENTAR: Vergessen Sie den Jobwechsel, denn es ist besser, bei demselben Arbeitgeber zu bleiben

Falls Sie in einer Investmentbank vorankommen wollen, kommen Sie dann besser weg, wenn Sie sich bei nur einem Arbeitgeber abrackern oder wenn Sie alle paar Jahre zu einem Wettbewerber wechseln?

In der Vergangenheit bestand die Antwort oftmals im Jobwechsel, falls eine Gehaltserhöhung von 20 bis 50 Prozent, ein Garantiebonus und ein schickerer Jobtitel heraussprangen, wobei die Vorteilsmöglichkeiten Legion sind.

Doch im Laufe der Zeit wird Ihnen jeder Jobwechsel immer marginalere Gehaltsaufbesserungen ermöglichen. Mit jedem Jobwechsel wird Ihre Arbeitskraft teurer, womit die relative Erhöhung notwendigerweise geringer ausfällt, die Sie beim nächsten Mal erwarten können.

Ebenso wird sich bei jedem Jobwechsel Ihr Marktwert herauskristallisieren – inklusive einem kleinen Aufschlag. Vor dem nächsten Wechsel wird es erforderlich, diesen Aufschlag zu rechtfertigen. Und dies kann sich als schwierig erweisen, wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten, in dem Sie sich nur schwach beweisen können und selbst Ihre größten Anstrengungen einen minimalen Effekt zeigen.

Daher stellt jeder Stellenwechsel für Ihr künftiges Vergütungsniveau eine ernsthafte Gefahr dar.

Falls dies zutreffen sollte, wollen Sie dann wirklich die Gelegenheit für einen neuen Job ergreifen? Indem Sie bei einem einzigen Arbeitgeber bleiben, können Sie ein persönliches Kapital in einem einzigen Unternehmen aufbauen. In einer Welt, in der die Beförderung zu höheren Positionen viel demokratischer abläuft, kann sich dies als unbezahlbar erweisen. Ohne dieses persönliche Kapital haben Sie nur eine geringe Chance, es durch die verschiedenen Ausschüsse zu schaffen, die über Beförderungen und Jobchancen entscheiden.

Und gleichzeitig erhöht sich das Verhältnis von Managing Directors zu Nicht-Managing Direrctors. Banken werden zunehmend unwilliger, neueingestellten Mitarbeitern den alles entscheidenden Schritt vom Vice President zum Managing Director zu gewähren. Falls Sie zu einer anderen Bank wechseln und hoffen, aus der Vice President-Falle zu entkommen, dann sollten Sie das ganz schnell vergessen.

In Zukunft werden die weitsichtigsten Banker viel länger Zeit bei demselben Arbeitgeber bleiben. Die regelmäßigen Jobwechsel alle drei Jahre sind Geschichte.

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