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Das ultimative Ranking: Welche Schweizer Bank am besten zahlt und wo die Mitarbeiter ihr Geld wert sind

Das eidgenössische Schweinchen muss keinen Hunger leiden.

Das eidgenössische Schweinchen muss keinen Hunger leiden.

Endlich haben jetzt auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB), Pictet und Lombard Odier ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2015 präsentiert. Damit liegen die die Ergebnisse der wichtigsten Schweizer Banken vor. Wir nehmen dies zum Anlass unser traditionelles Ranking auf den neuesten Stand zu bringen: Wer zahlt von den Schweizer Banken am besten und wo sind die Mitarbeiter ihre Vergütungen auch wert? Dies haben wir nach Investment Banking, Wealth Management, Filialgeschäft und Asset Management aufgeschlüsselt.

Bei der Bezahlung im Investment Banking liegt die UBS mit einem Personalaufwand pro Kopf von 375.000 Franken ganz vorn. Leider trügt der schöne Schein, denn der Bankenriese weist in der Sparte nur das Front Office aus; die Supportfunktionen werden dagegen im Corporate Centre versteckt. Dadurch fällt die Vergütung bei der UBS fast doppelt so hoch wie beim Erzrivalen Credit Suisse aus. In Wahrheit dürften die Durchschnittswerte auch bei der UBS deutlich näher bei der Credit Suisse liegen. Unter dem Strich dürfte die UBS von den drei Banken dennoch am besten zahlen.

Für die vergleichsweise hohe Vergütung pro Kopf gibt es auch einen guten Grund: Mit einem Vorsteuergewinn pro Mitarbeiter von fast 254.000 Franken liegt die UBS deutlich vor der Konkurrenz.

Bei der Kostenquote hat jedoch Vontobel mit 67,1 Prozent die Nase vorn. Die vergleichsweise kleine Bank aus der Zürcher Gotthardstrasse musste für jeden Franken Ertrag also gerade einmal 67 Rappen aufwenden.

Im Wealth Management liegen Vontobel, UBS, Julius Bär und Lombard Odier mit 117.000 bis 143.000 Franken recht nah beieinander. Dabei ist zu beachten, dass im Personalaufwand neben Bruttogehältern und Boni auch die Arbeitgebernebenkosten wie Sozialabgaben enthalten sind. Auffällig ist indes, dass in den USA offenbar deutlich besser als in der Schweiz und dem Rest der Welt gezahlt wird. Jenseits des Atlantiks lässt die UBS für ihre Wealth Manager durchschnittlich fast 170.000 Franken springen. Der niedrige Wert der Credit Suisse vermittelt übrigens keinen korrekten Eindruck. Denn die Großbank verbucht hierunter auch ihr Schweizer Filialgeschäft, was die Werte nach unten verfälscht. Bei Pictet und Lombard Odier werden Wealth und Asset Management nicht gesondert aufgeführt.

Beim Vorsteuergewinn pro Kopf trennt sich die Spreu vom Weizen. Während die UBS mit gut 128.000 Franken glänzt, sind es bei Julius Bär keine 24.000 Franken. Anscheinend hat das Institut immer noch mit den Kosten der Übernahme des Wealth Management-Geschäfts der Bank of America Merrill Lynch zu kämpfen.

Kein Wunder also, dass die UBS bei der Kostenquote mit 60.6 Prozent ganz vorne liegt. Der Weltmarktführer scheint also sein Geschäft zu verstehen.

Wie nicht anders zu erwarten fallen die Gehälter im Filialgeschäft im Vergleich zu den anderen Sparten mit um die 90.000 Franken vergleichsweise gering aus. Der Credit Suisse kommt hier zu Gute, dass sie Wealth Management und Retail Banking zusammenfasst. Ähnliches gilt für die ZKB.

Dennoch findet sich bei den Zahlen zum Filialgeschäft einer der interessantesten Werte in dem ganzen Ranking. Die UBS hat in ihrem Filialgeschäft pro Kopf einen Vorsteuergewinn von 162.000 Franken erzielt, was beinahe das Doppelte des Personalaufwands pro Kopf ist. Damit sind die UBS-Filialmitarbeiter gewissermaßen die Sieger des Rankings.

Dies bestätigt die mit 56,5 Prozent sehr niedrige Kostenquote. Von einer solchen Effizienz können Investment Banker, Wealth und Asset Manager nur träumen.

Wie schon in den vorhergehenden Jahren fällt auf, dass Vontobel seine Asset Manager ganz besonders gut bezahlt. Die Bank ließ sich jeden ihrer Asset Manager durchschnittlich stolze 366.000 Franken kosten. Die Konkurrenz schafft es nicht einmal auf die Hälfte. Der Wert für die Credit Suisse fällt wiederum zu niedrig aus, da die Bank den Personalaufwand von Asset und Wealth Management mit dem Filialgeschäft zusammenfasst. Tatsächlich dürfte die Credit Suisse besser zahlen.

Immerhin scheinen die hochbezahlten Asset Management-Mitarbeiter auch für Profite zu sorgen. Mit einem Vorsteuergewinn von knapp 225.000 Franken hat Vontobel jedenfalls die Nase vorn.

Bei der UBS fallen also Gehälter und Gewinne niedriger aus. Daher liegt die Großbank bei der Kostenquote mit gut 69 Prozent mit Vontobel fast gleichauf. Bei den beiden Genfer Banken ist wiederum zu beachten, dass die Daten für Wealth und Asset Management nicht gesondert aufgeführt werden.


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