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Der Abercrombie & Fitch-Index: Wie attraktiv muss man für eine Karriere im Banking sein?

Müssen Banker so aussehen?

Müssen Banker so aussehen?

Lassen Sie uns es den Abercrombie & Fitch-Index nennen. Dabei handelt es sich um die Erkenntnis, dass man besondere körperliche Vorzüge mitbringen muss, um in bestimmten Branchen erfolgreich zu sein. Dazu scheint auch das Banking zu gehören. Zunächst hat Anfang der Woche Financial Times-Journalistin Lucy Kellaway begklagt, dass offensichtlich alle hässlichen Leute aus den Einstiegsprogrammen von Investmentbanken, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen sowie Rechtsanwaltskanzleien verschwunden seien. Top-Arbeitgeber seien „Faceists“ – eine klare Anspielung auf „Racists“. Auf diese Weise würde Talent vergeudet.

Tatsächlich findet sich besonders in Vertriebsfunktionen von Finanzdienstleistern eine Ansammlung von jungen attraktiven Frauen. In der Sprache von John Lefevre, dem Mann hinter dem berühmten Twitteraccount @GSElevator, handle es sich um „angebundene Ziegen, die Geschäft von den Hedgefonds anlocken sollen.“

Diese zunächst mehr zufälligen Beobachtungen lassen sich wissenschaftlich stützen. So haben Psychologen von der Uni York herausgefunden, dass die Öffentlichkeit von einem männlichen Banker erwarte so auszusehen:

Average banker face

Mit anderen Worten: gepflegt, gutaussehend, aufgeweckt und ein wenig herablassend. Nicht zufälligerweise scheint es sich um einen Look zu handeln, den man oft an der Spitze von Banken findet. Doch nicht alle Banker sehen aus wie Adonis. Beispielsweise weist der legendäre Investmentbanker Bruce Wasserstein wenig Ähnlichkeit mit dem oben dargestellten Idealtypus auf.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, haben wir nach Branchen untersucht, wie hoch der Anteil von Mitarbeitern ausfällt, die öffentlich zugegeben haben, vorher einmal bei Abercrombie & Fitch gearbeitet zu haben. Nur zur Erinnerung: Abercrombie & Fitch hat sich in der Vergangenheit damit einen Namen gemacht, nur junge Männer mit Sixpacks und junge Frauen mit winziger Taille und makelloser Haut einzustellen. Daher drängt sich eine Station bei dem Klamottenlabel als Indikator für diese Frage geradezu auf.

Und das Ergebnis? Gleich welche Branche man anschaut, hat nur ein winziger Anteil der Beschäftigten jemals bei Abercrombie & Fitch gejobbt. Allerdings fällt der Anteil bei den Investmentbankern relativ am höchsten aus. So war beispielsweise die neue UBS-Analystin Rebecca Chandler sowohl als Modell als auch als Mitarbeiterin bei Abercrombie & Fitch tätig. Ein anderer Fall ist die IBD-Praktikantin Didi Peng von Goldman Sachs, die in 2013 drei Monate lang als Model für das Modelabel arbeitete, oder die Graduate-Recruiterin Natalie Allan von Goldman Sachs, die vorher sogar als HR-Managerin bei Abercrombie & Fitch ihr Geld verdiente. Wir gehen davon aus, dass Sie weiß, wie Nachwuchsbanker aussehen müssen.

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