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Trauriges Ranking: Wo die meisten unzufriedenen Jungbanker arbeiten

Unhappy

Die Investmentbanken müssen sich um das Wohlbefinden ihrer jüngeren Mitarbeiter sorgen. Da immer mehr Institute um Senior Analysts und Associates mit zwei bis sechs Jahren Berufserfahrung kämpfen, haben die meisten Banken die Jahresgehälter um etwa 20 bis 25 Prozent erhöht – zumindest in London.

Dennoch scheint dies vielen Jungbankern immer noch nicht zu genügen. Dies ergibt sich aus den Daten der Gehaltsvergleichs-Website Emolument für Analysten und Associates.

Demnach waren etwa 70 Prozent der betroffenen Junior Banker der französischen Großbank BNP Paribas mit ihrem diesjährigen Bonus unzufrieden und nur 11 Prozent gaben an, dass ihre variable Vergütung ihren Vorstellungen entsprochen habe. Bei der Citigroup waren immerhin noch etwa 60 Prozent der Beschäftigten unzufrieden und bei JP Morgan 51 Prozent, obgleich die US-Investmentbank regelmäßig an der Spitze aller Rankings der führenden Branchengrößen steht.

Allerdings gibt es auch eine Bank, bei der viele jungen Banker zufriedene Gesichter machen: Morgan Stanley. Zumindest 41 Prozent der Mitarbeiter von Morgan Stanley zeigten sich bei ihren variablen Vergütungen sehr zufrieden. So hat die US-Investmentbank erst im Januar die Grundgehälter ihrer Junior-Banker um 25 Prozent angehoben.

Unterdessen verschieben die Banken im laufenden Jahreden Schwerpunkt ihrer Einstellungen auf die Vice Presidents. Dies scheint sich vor allem bei der Deutschen Bank zu einem veritablen Problem auszuwachsen, wo sich die Mitarbeiter aus den mittleren Karriereleveln besonders eingeklemmt fühlen und bereit zum Absprung sind. Denn nur 7 Prozent der Vice Presidents der Deutschen Bank gaben an, mit ihrem Bonus für 2014 zufrieden gewesen zu sein. Selbst bei er französischen Großbank Société Générale waren es zumindest 15 Prozent.

Bei der Deutschen Bank steigt überdies der Kostendruck. So hat die Unternehmensführung rund um Anshu Jain und Jürgen Fitschen kürzlich angekündigt, die Kostenbasis des Unternehmens um weitere 3,5 Mrd. Euro zu verringern.

Darüber hinaus hat die Bank erst kürzlich die Grundgehälter ihres Führungspersonals kräftig angehoben, um damit die EU-Bonusdeckelung bei 100 Prozent des Grundgehaltes zu umgehen. Außerdem waren auch Gehaltserhöhungen bei den Associates und Senior Analysts erforderlich geworden, um eine Abwerbung der Mitarbeiter durch Wettbewerber zu unterbinden – wahrlich keine optimalen Voraussetzungen für ein neues Kostensenkungsprogramm.

Es fällt schon auf, dass die Zufriedenheit mit den Boni im laufenden Jahr in weiten Teilen des Investment Bankings gering ausfiel. Mit einem Anteil unzufriedener Mitarbeiter von nur 36 Prozent schnitt JP Morgan immer noch am günstigsten ab. Auf der mittleren Karrierestufe konnte wiederum die Bank of America Merrilly Lynch mit einer Zufriedenheitsquote von 36 Prozent punkten.

Unter dem Strich lässt sich sagen: Die Mitarbeiter bei Morgan Stanley scheinen am zufriedensten und bei der französischen Großbank BNP Paribas am unzufriedensten zu sein.

 

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