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Baguette statt Schnitzel: Im globalen Investmentbanking sind Deutsche unterrepräsentiert

Nicht nur in den Küchen, sondern auch in den Banken der Welt sind Franzosen besser vertreten.

Nicht nur in den Küchen, sondern auch in den Banken der Welt sind Franzosen besser vertreten.

Keine Frage, die Angelsachsen dominieren die Welt der Hochfinanz. An den drei größten Finanzzentren der Welt in London, New York und Hongkong dominieren Finanzprofis, die Englisch als ihre Muttersprache bezeichnen. Dies ergibt eine Untersuchung von 1,4 Mio. Profilen in der Lebenslauf-Datenbank von eFinancialCareers. Erstaunlich ist jedoch vielmehr, dass der Anteil der Deutschsprachigen deutlich hinter dem ihrer Kollegen mit Französisch und sogar Italienisch als Muttersprache hinterherhinken.

So geben beispielsweise im Londoner Investment Banking 55,4 Prozent der Front Office-Mitarbeiter Englisch als Muttersprache an. Auf dem zweiten Platz landen die französischsprachigen Finanzprofis mit einem Anteil von 9,5 Prozent. Damit liegen sie weit vor den italienischsprechenden Finanzprofis mit 4,5 Prozent. Die Deutschsprachgen machen gerade einmal 2,6 Prozent aus und liegen damit in London sogar hinter Chinesen und Russen.

Bei den jüngeren Investmentbankern verschiebt sich das Verhältnis zwischen Angelsachsen und Anderssprachigen signifikant zu Letzteren. Doch auch hier rangieren die Deutschsprachigen auf abgeschlagenen Plätzen. So gelangten die Französisch-Muttersprachler mit stolzen 14 Prozent abermals auf den zweiten Platz, gefolgt von ihren chinesisch- und italienischsprachigen Kollegen mit 5,2 und 4,9 Prozent. Dagegen bezeichnen nur 3,3 Prozent in ihrem Lebenslauf Deutsch als Muttersprache.

Auf der anderen Seite des Atlantiks, in New York, kommen die Englisch-Muttersprachler auf einen Anteil von zwei Drittel, womit sich das US-Finanzzentrum als weniger international und weniger diversifiziert als London erweist. Auf dem zweiten Platz landen hier die Mandarin-Sprecher mit 6 Prozent. Der Anteil der Französischsprachigen ist mit 2,2 Prozent zwar gering, aber immer noch über vier Mal höher als der Anteil der Deutschsprachigen.

Selbst in Honkong kommen die französischsprachigen Finanzprofis nach Chinesen und Angelsachsen auf den dritten Platz. Mit einem Anteil von 4,6 Prozent sind sie deutlich zahlreicher vertreten als die Deutschsprachigen mit rund 1 Prozent.

Doch wie kommt es zu diesem Phänomen? Sicherlich gibt es aufgrund der langen Kolonialgeschichte immer noch mehr Menschen, die Französisch als Muttersprache nutzen als Deutsch. Andererseits spricht der hohe französische Anteil auch dafür, dass die dortigen Hochschulen einfach besser auf eine Karriere in der Hochfinanz vorbereiten als ihre deutsche Konkurrenz.

 

 

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