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Neun Anzeichen, mit denen sich schlechte Recruiter verraten

Unter Recruitern gibt es so manchen Cowboy mit fraglichen Geschäftspraktiken.

Unter Recruitern gibt es so manchen Cowboy mit fraglichen Geschäftspraktiken.

So mancher hält das Banking für „over-headhunted“ und tatsächlich tummeln sich besonders in Frankfurt und Zürich zahllose Personalberater im Geschäft mit der Vermittlung von Finanzprofis. Dennoch können die Dienstleistungen von Headhuntern einer Karriere auf die Sprünge verhelfen. Umso wichtiger ist es, gute und schlechte Personalvermittler zu unterscheiden. Dabei lassen sich die schlechten an bestimmten Anzeichen erkennen. Konkret:

1. Wenn ein Headhunter Ihren Job nicht versteht

„Ich denke, es handelt sich um ein verbreitetes Problem, dass Recruiter nicht die gleiche Sprache sprechen wie ein Kandidat“, sagt Personalberater Vince Natteri von Pinpoint Asia. „Wenn z.B. ein IT-Kandidat über Unix, Linux, Java, AJAX oder J2EE spricht und der Recruiter versteht ihn nicht, wird dieser Recruiter den Kandidaten auch nicht in der gleichen Weise präsentieren können wie jemand, der ihn versteht.“

2. Wenn ein Recruiter nur verkaufen, aber nicht zuhören will

Hüten Sie sich vor einem Recruiter, der Ihnen nur ein Jobangebot andrehen will. „Die grundlegende Faustregel in der Recruitment-Branche lautet: Erst dem Kandidaten zuhören und anschließend selbst sprechen. Solange man den Kandidaten nicht verstanden hat, gibt es auch nichts zu verkaufen“, warnt Natteri.

3. Wenn jemand keine Ahnung von der Branche hat

„Versuchen Sie mit Recruitern zusammenzuarbeiten, die Ihnen einen Wettbewerbsvorteil bieten: Informationen über Einstellungstrends, Feedback des Marktes zu Ihren Schwächen und einen detaillierten Hintergrund zu potenziellen Arbeitgebern“, empfiehlt Personalberater Nick Wells von Webber Chase. „Machen Sie einen Bogen um diejenigen, die das eben Genannte nicht liefern können und nur in den sozialen Medien Jobanzeigen verbreiten.“

4. Wenn ein Recruiter schlecht mit Ihren Gehaltsvorstellungen umgeht

„Einer der verbreitetsten Fehler stellt das Mismanagement des Gehalts eines Kandidaten dar – sowohl des aktuellen als auch der Vorstellungen“, erzählt Personalberater Ben Batten von Volt. „Wenn nur der Lebenslauf mit den Gehaltsangaben ohne Erläuterung zu einer Bank geschickt wird, dann kann das bedeuten, dass der Kandidat allein deswegen übersehen wird. Für einen Recruiter ist es von entscheidender Bedeutung, dass er sämtliche Informationen zusammenstellt und das Gehalt gegenüber einem Kunden rechtfertigen kann, vor allem wenn es über dem Budget liegt.“

5. Wenn der Recruiter keine guten Karrieretipps gibt

„Viele Recruiter, auf die Sie treffen, bringen einfach nicht genügend Erfahrung mit, um gute Karrieretipps zu geben“, sagt Personalberater Craig Brewer von der Five Ten Group. „Einige ‚raten‘ ihnen lediglich, den angebotenen Job anzunehmen. Daher sollten Sie bereits wissen, was für einen Job Sie haben wollen. Andernfalls kann es passieren, dass Ihnen ein Job aufgeschwatzt wird, der nicht in Ihrem Interesse liegt.“

6. Wenn ein Recruiter nicht nach Ihrer Zustimmung fragt

„Stellen Sie klar, dass Ihr Recruiter Sie nach Ihrer Erlaubnis fragt, bevor er auch nur Ihre Angaben mit seinem Kunden bespricht oder ihren Lebenslauf für irgendeine neue Stelle versendet“, warnt Brewer. „Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie häufig ich einen Kandidaten zu einem Job gebrieft habe und seine Zustimmung erlangt habe, um anschließend festzustellen, dass ein anderer Recruiter die gleichen Details ohne  Zustimmung an die gleiche Bank geschickt hat. Sagen Sie also Ihrem Recruiter klar und deutlich, dass er Ihre Erlaubnis vorab benötigt.“

7. Wenn ein Recruiter Unternehmen mit Lebensläufen bombardiert

Falls Kandidaten nicht darauf achten, droht die Gefahr, dass unseriöse Recruiter Arbeitgeber und Unternehmen ungefragt mit Lebensläufen regelrecht bombardieren. „Das schlimmste Beispiel, von dem ich gehört habe, war ein Recruiter, der einen Lebenslauf zum Schwesterunternehmen eines Kandidaten geschickt hat, welches sich die gleiche Personalabteilung teilten“, berichtet Personalberater James Carss von HFG. „Der Lebenslauf landete schließlich auf dem Schreibtisch seines Vorgesetzten, was für alle Beteiligten höchst peinlich war.“

8. Wenn ein Recruiter Sie zur Annahme eines Jobs drängt

„Ein Senior Investment Banking-Kandidat hat uns kürzlich erzählt, dass er einmal mit einem Recruitment-Unternehmen zusammenarbeitete und ein Angebot von einem seiner Bankkunden erhielt“, berichtet Natteri. „Als er dem Berater sagte, dass er einige Zeit benötige, um darüber nachzudenken, wurde er alle 20 Minuten von verschiedenen Managern des Unternehmens zurückgerufen, die ihn drängten, das Angebot anzunehmen. Das dauerte bis Mitternacht an. Ihnen ging es nur um die Vermittlungsgebühr und nicht darum, was für den Kandidaten das Beste wäre.“

9. Wenn die Ansprechpartner ständig wechseln

„Schlechte Recruitment-Unternehmen weisen eine hohe Fluktuation beim Personal auf“, sagt Wells. „Sie werden ständig von einem anderen Recruiter angerufen und nicht von jemandem, der sich die Zeit genommen hat, um ein profundes Verständnis für Ihre Bedürfnisse aufzubauen – sowohl privat als auch beruflich – jemand für den Sie mehr als bloß ein Lebenslauf sind.“

Kommentare (1)

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  1. Bianchi & Partner?

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