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Goldmänner im Glück: Beschäftigung und Ergebnis der US-Investmentbank steigen

Fraud Charge Against Goldman Sachs Takes Toll On Market Indices

Für Mitarbeiter von Goldman Sachs gibt es gute Gründe, das erste Quartal zu fürchten. Denn von Januar und März haben Kündigungen bei der US-Investmentbank Hochsaison. So sank die Mitarbeiterzahl in den ersten Quartalen 2011, 2012, 2013 und 2014. Doch in 2015 ist alles anders.

Erstmals seit vier Jahren endet das erste Quartal mit mehr Mitarbeitern als es begann. Unter dem Strich stieg die Beschäftigung zwischen Januar und März um rund 400 Mitarbeiter weltweit. Im Vorjahr stand hier noch ein Minus von etwa 300 und vor zwei Jahren sogar von ca. 600 Angestellten.

Allerdings schließt die US-Investmentbank das Quartal auch mit einem überzeugenden Ergebnis ab. Die Erträge erreichten im Investment Banking den höchsten Stand seit 2007 und auch der Gewinn ist der höchste seit vier Jahren.

Von dem Geldsegen scheinen auch die Mitarbeiter etwas abzubekommen. So kletterte der Personalaufwand pro Kopf im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von rund 123.000 (116.000 Euro) auf 130.000 Dollar (122.000 Euro).

Doch auch bei den erfolgsverwöhnten Amerikanern wachsen die Bäume nicht in den Himmel. So beläuft sich heute der Anteil des Personalaufwands an den Erträgen, die sogenannten Compensation Ratio, auf 42 Prozent. In den guten alten Tagen waren es noch 50 Prozent gewesen. Auf lange Sicht fallen also auch bei Goldman Sachs die Vergütungen. So hatte sich der Personalaufwand pro Kopf im ersten Quartal 2010 noch auf stolze 166.000 Dollar (156.000 Euro) summiert.

Unterdessen zahlt sich die Entscheidung von Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein aus, am Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) festzuhalten. Denn die Erträge kletterten im ersten Quartal um immerhin 10 Prozent. Daher dürfte es spannend werden, wie die Deutsche Bank in dem für sie sehr wichtigen Geschäftsfeld abgeschlossen hat. Die Quartalszahlen des deutschen Branchenprimus werden am Mittwoch (29. April) veröffentlich.

Jedenfalls scheinen die Chancen auf einen Job bei Goldman Sachs schon lange nicht mehr so gut gewesen zu sein wie heute. Allerdings haben von den eingehenden Bewerbungen in 2014 nur 3 Prozent tatsächlich einen Job erhalten. Auch wenn die Chancen besser ausfallen, leicht wird es damit noch lange nicht.

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