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Bei welchen Investmentbanken Mitarbeiter besonders gerne arbeiten

Bei der Deutschen Bank, Credit Suisse und Goldman Sachs kleben die Mitarbeiter an ihren  Stühlen.

Bei der Deutschen Bank, Credit Suisse und Goldman Sachs kleben die Mitarbeiter an ihren Stühlen.

Für welche Investmentbanken arbeiten die Leute besonders gern? Falls die Länge der Betriebszugehörigkeit eine Antwort hierauf darstellt, dann liegen Deutsche Bank und Goldman Sachs weit vorn.

Das gilt zumindest für den Standort London, das Investment Banking-Zentrum Nummer 1 in Europa. Dort müssen Investment Banker bei der Financial Conduct Authority (FCA) registriert sein, um ihren Beruf ausüben zu dürfen. Diese Daten sind öffentlich zugänglich und lassen sich auswerten. Wir haben untersucht, wie hoch die Anteile der heutigen Mitarbeiter der Banken ausfallen, die in den Zeiträumen 2001 bis 2005, 2005 bis 2010 und 2010 bis 2015 bei den jeweiligen Instituten angefangen haben. Desto höher der Anteil langjährig Beschäftigter ausfällt, desto besser ist es den Banken gelungen, ihre Mitarbeiter an sich zu binden. Die Ergebnisse fallen überaus erhellend aus:

Demnach haben mehr als 60 Prozent des Personals im Investment Banking von Barclays, Morgan Stanley und der Bank of America Merrill Lynch in den Jahren seit 2010 bei der Bank angefangen. Bei der Deutschen Bank und Goldman Sachs sind es lediglich etwas mehr als 40 Prozent.

Umgekehrt arbeiten mehr als 20 Prozent der bei der FCA registrierten Angestellten mehr als zehn Jahre bei Goldman Sachs, der Deutschen Bank oder der Credit Suisse. Bei Barclays und Morgan Stanley sind es gerade einmal 13 Prozent und bei der Bank of America sogar nur 5 Prozent.

Falls die Länge der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit ein Zeichen für einen pfleglichen Umgang der Arbeitgeber mit ihren Beschäftigten darstellt, dann sollten Sie für Goldman Sachs, Deutsche Bank oder Credit Suisse arbeiten. Dagegen sollten Sie um die Bank of America einen Bogen machen.

Allerdings gibt es einige Punkte, die das Bild verwässern können. So ist bei der Bank of America Merrill Lynch nicht ganz klar, ob tatsächlich sämtliche Mitarbeiter der Vorgängerbank Merrill Lynch international enthalten sind. Darüber hinaus stellen lange Betriebszugehörigkeiten in der Vergangenheit noch keinen Garant dar, dass die Banken auch in Zukunft ihre Beschäftigten ähnlich erfolgreich an sich binden. Erst in der vergangenen Woche hat die Bank of America Merrill Lynch angekündigt, sich mehr für eine längere Verweildauer im Unternehmen einzusetzen und interne Stellenbesetzungen zu fördern.

Dennoch fallen die beträchtlichen Unterschieden zwischen den unterschiedlichen Arbeitgebern auf. Goldman Sachs, Deutsche Bank und Credit Suisse müssen also etwas richtig machen. Andernfalls würden die Investmentbanker dort nicht so lange bleiben.

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