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Bei der UBS kassieren 5000 Mitarbeiter mehr als 300.000 Franken

Businessman in suit holding big magnet and attracts money

Bei der Bezahlung  der Mitarbeiter herrscht bei Banken höchste Diskretion. Allerdings müssen sie auch alljährlich einen Vergütungsbericht vorlegen. Dort lohnt es sich, auch einmal das Kleingedruckte zu studieren.

Denn wer bei der UBS eine Gesamtvergütung  – also Gehalt plus Bonus – von mehr als 300.000 Franken bzw. US-Dollar einstreicht, erhält einen Teil seines Bonus über drei bis fünf Jahre gestaffelt ausbezahlt. Dies bedeutet jedoch auch: Bei der UBS verdienen rund 5000 Mitarbeiter mindestens 300.000 CHF/USD. Für die aufgeschobenen Boni dieser Spitzenverdiener nutzt die UBS hauptsächlich zwei Instrumente:

EOP: Aktienanwartschaften werden bis zu fünf Jahre gestreckt

Diese Spitzenverdiener erhalten wenigstens 60 Prozent ihrer Boni in Aktienanwartschaften. Die UBS nennt dies Equity Ownership Plan (EOP). Im Vergütungsbericht heißt es dazu: „2014 erhielten ungefähr 5000 Mitarbeiter EOP-Zuteilungen.“ Bei den EOP behält sich die UBS vor, unter bestimmten Kriterien den aufgeschobenen Anteil ganz oder teilweise verfallen zu lassen. Die Auszahlungen an die Mitarbeiter erfolgen je nach Rang des Mitarbeiters über drei bis fünf Jahre gestaffelt. Für die Beschäftigten des Asset Managements gelten Sonderbestimmungen.

DCCP: Unternehmensanleihen werfen Zinsen von 4 bis 7,125 Prozent ab

Als zweites Instrument erhalten die Mitarbeiter mit einer Gesamtvergütung von über 300.000 CHF/USD 40 Prozent ihrer „leistungsabhängigen Zuteilung“ nach dem Deferred Contingent Capital Plan (DCCP). Es handelt sich um eine Form der Unternehmensanleihe. Hier erfolgt die vollständige Übertragung nach drei Jahren. Die Ansprüche verfallen jedoch, wenn die harte Kernkapitalquote der UBS nach Basel III unter 10 Prozent (bei der Konzernleitung) oder 7 Prozent (bei den übrigen Empfängern) fällt. Ebenso können die Ansprüche gestrichen werden, wenn der Mitarbeiter sich etwas zu Schulden kommen lässt. Besonders prekär ist jedoch: „in den meisten Fällen, in denen das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird“, verfallen die Ansprüche ebenfalls. Damit kann der Arbeitgeberwechsel zu einer teuren Angelegenheit werden.

Die Verzinsung der DCCP fällt allerdings so üppig aus, dass sich mancher UBS-Kunde verwundert die Augen reiben dürfte. Wer in US-Dollar bezahlt wird, streicht eine Verzinsung von stolzen 7,125 Prozent ein. Wer in Franken bezahlt wird, muss sich indes mit ebenfalls üppigen 4 Prozent begnügen.

Durchschnittsbonus der Spitzenverdiener liegt bei 249.000 Franken

Der Bonuspool für 2014 ist mit knapp 3,1 Mrd. Franken gefüllt, was rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr waren. Davon entfallen gut 1,8 Mrd. Franken auf Barauszahlungen sowie gut 1,2 Mrd. Franken auf aufgeschobene Bonusbestandteile. Da laut dem Vergütungsbericht nur Mitarbeiter über 300.000 CHF/USD in deren Genuss kommen, strich jeder dieser Toppverdiener einen aufgeschobenen Bonus von durchschnittlich etwa 249.000 Franken ein.

Quelle: UBS-Vergütungsbericht

Quelle: UBS-Vergütungsbericht


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