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GASTKOMMENTAR: Das Märchen vom Karriereweg im Investmentbanking

So, Sie wollen also Ihren eigenen Hedgefonds gründen, 1 Mrd. Dollar Cash im Jahr verdienen und sich im Alter von 30 Jahren in den Ruhestand verabschieden – mit genügend Kapital, um gleich mehrere Länder zu kaufen?

Ich werde kurz umreißen, was Sie hierfür benötigen: Kopieren Sie den nachstehenden Artikel, füllen Sie die Lücken aus und schon befinden Sie sich auf dem Weg, der nächste Hedgefonds-Milliardär zu werden.

Das ist natürlich nur ein Spaß.

Es gibt kein Wundermittel, ebenso wenig gibt es eine Liste von konkreten Schritten, die Sie unternehmen sollten, um zum nächsten Managing Director bei einer Großbank oder zum nächsten Partner in Ihrem eigenen Hedgefonds zu avancieren. Nur weil Sie von Jahr zu Jahr ihre Ausbildung linear vorantreiben, heißt das nicht, dass der Karriereweg auch in der realen Welt nach oben führt.

Ja, es mag einige Situationen geben, in denen Sie X unternehmen müssen, um Y zu erreichen. Beispielsweise ist es sehr schwierig, im Private Equity unterzukommen, wenn Sie nicht zuvor Analyst in einer Investmentbank gewesen sind. Es dürfte auch schwer fallen, von einem Hedgefonds, der mit Derivaten auf das Wetter handelt, zu einem anderen zu wechseln, der in Technologieunternehmen in Israel investiert, wenn Sie bei Ihrem Fonds bereits seit 10 Jahren arbeiten.

“Weg” impliziert, dass Sie Ihr Ziel, ohne allzu viel Anstrengung erreichen: Sie müssen den Weg nur entlangbummeln und gleich, wie langsam Sie auch gehen, werden Sie eventuell sein Ende erreichen.

Doch was ist, wenn wir eine Karriere “kurvenreich, gekrümmt oder spiralförmig” nennen – gespickt mit Felsbrocken, die herabfallen?

Das ist gefährlich.

Niemand kann Ihnen exakt die Schritte vorschreiben, mit denen Sie in 20 Jahren von einem MBA zu einem Posten als Managing Director gelangen.

Sie landen “normalerweise” nicht in den Finanzberufen ausgehend von Jura, Ingenieursstudium, Immobilien, Vertrieb oder von der Non-Profit-Arbeit – das heißt jedoch nicht, dass das unmöglich wäre.

Der realistische Weg

Es gibt tatsächlich einen Karrierepfad. Doch führt dieser nicht über eine Eliteuniversität, eine Spitzenbank, einen Hedge- bzw. Private Equity-Fonds oder irgendeinen anderen Weg, an den Sie womöglich gerade denken.

Mache Geld und komm voran, mache kein Geld und flieg raus.

Falls Sie in einer Investmentbank arbeiten, dann sind es Beziehungen, die wirklich zählen und besonders inwiefern Sie in der Lage sind, aus Ihren Beziehungen den größtmöglichen Profit zu schlagen.

Viele Leute bleiben in der mittleren Karriereebene stecken: Sie sind in ausführenden Funktionen gut, aber sie können nicht selbstständig neue Kunden akquirieren bzw. Gewinne oder ROI generieren.

So sieht es aus, wenn Sie in einer Karriere in den Finanzdienstleistungen scheitern: Sie erreichen die mittlere Ebene und kommen nicht weiter. Sie führen Sie ein wenig herum und zeigen Ihnen die Tür, falls es Ihnen nicht gelingt, Gewinne zu generieren.

Und an diesem Punkt angelangt, können Sie in die Industrie wechseln oder einen Surfshop in St. Peter Ording aufmachen.

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