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EU-Investitionsinitiative sorgt für hunderte neue Jobs bei der Europäischen Investitionsbank

Die EU-Kommission will die Investitionsschleusen ganz weit öffnen. So plant die Gemeinschaft mit Investitionen über 315 Mrd. Euro in den kommenden drei Jahren das stagnierende Wachstum anzukurbeln. Der Geldsegen soll im Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) gebündelt werden, der bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Luxemburg angesiedelt sein soll. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat das Programm am gestrigen Dienstag (9. Dezember) den 28 EU-Finanzministern vorgestellt.

Laut der niederländischen Presse dürfte die EIB für die Verwaltung etwa 400 bis 500 neue Kollegen benötigen. Die Einstellungen dürften recht zügig anstehen, sobald auch der Europäische Rat dem Programm am Donnerstag oder Freitag in der kommenden Woche (18./19. Dezember) zugestimmt haben wird.

Wie viele Leute werden tatsächlich eingestellt?

Die EIB bestätigt zwar den Stellensegen, hält sich bei der konkreten Zahl jedoch bedeckt. „Die Zahlen sind derzeit noch Spekulation. Es könnten mehr oder weniger 400 bis 500 Angestellte sein Share on twitter. Das wird ganz von der Umsetzung des Plans abhängen“, bestätigte ein EIB-Sprecherin. „Der neue EFSI wird in Zusammenarbeit mit den bestehenden Einrichtungen der EIB rasch seine Arbeit aufnehmen.“

Für die EIB dürfte dies eine weitere große Herausforderung darstellen, denn die 1968 gegründete Einrichtung müsste ihre Mitarbeiterzahl um 20 Prozent steigern. Dies erinnert stark an den Aufbau von 1000 Jobs für die einheitliche Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank in den vergangenen zwölf Monaten.

EIB hat bereits in zurückliegenden beiden Jahren 500 Stellen geschaffen

Das Wachstum hat bei der EIB allerdings Tradition. Während die übernationale Investitionsbank in 1999 noch lediglich etwa 1000 Beschäftigte zählte, sind es heute annähernd 2300 Angestellte. Laut der EIB-Sprecherin wurden allein in 2013 etwa 230 und im laufenden Jahr 250 Einstellungen vorgenommen. Dies stellte eine Folge der Erhöhung des Eigenkapitals der EIB um 10 Mrd. Euro in 2013 dar, mit der eine zusätzliche Kreditvergabe von 60 Mrd. Euro ermöglicht wurde.

Der neue EFSI soll zunächst mit einem Eigenkapital von 21 Mrd. Euro ausgestattet werden und so mittels einer Leverage Investitionen bis zu einer Höhe von 315 Mrd. Euro in den kommenden drei Jahren mobilisieren.

Welche Profile gesucht werden

Doch welche Profile benötigt die EIB für den Aufbau des neuen Investitionsfonds? „Das sind Experten, die die Due Diligence und die Bewertung der Projekte durchführen“, sagt die Sprecherin. Es könnte sich auch um Fachkräfte aus den Bereichen Analyse, Business Development, Investitionsmanagement, Kreditrisiko, Strukturierte Finanzierungen, Compliance & Recht sowie um Ingenieure handeln. Auch IT-Fachkräfte und sogar HR-Stellen könne es geben. Derzeit sind auf der Website der EIB rund 30 Stellen ausgeschrieben.

Der Löwenanteil des Stellensegens dürfte auf den Hauptsitz der Bank in Luxemburg entfallen. Allerdings verfügt das Institut auch über diverse Niederlassungen im Rest der EU.

Beim Bonus ist bei 35 Prozent Schluss

Die EIB bietet grundsätzlich Arbeitsverträge für drei oder vier Jahre an. Bei der Vergütung orientiert sich die Bank an EU-Vorgaben, die Gehälter von 33.700 bis 258.000 Euro vorsehen. Hinzu kommt ggf. noch ein Bonus, der aber im Vergleich zu den Investmentbanken gering ausfällt. So belief sich der Bonuspool in 2012 gerade einmal auf 16 Prozent der Gesamtvergütung. In keinem Fall darf die variable Vergütung die Marke von 35 Prozent überschreiten.

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