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Die wahren Gründe, wieso Ihr Lebenslauf im Papierkorb landet

Damit Ihrer Bewerbung nicht das gleiche Schicksal widerfährt.

Damit Ihrer Bewerbung nicht das gleiche Schicksal widerfährt.

Haben Sie auch Abertausende von Bewerbungen versandt, von denen Sie niemals mehr etwas gehört haben? Mit diesem Problem stehen Sie sicherlich nicht allein da. Wir haben mit diversen Recruitern gesprochen, wieso sie teilweise im Bruchteil einer Sekunde einen Lebenslauf im Papierkorb verschwinden lassen. Für ihre Offenheit mussten wir ihnen allerdings Anonymität zusichern.

1. Er ist in der dritten Person geschrieben

So etwas hassen Recruiter. Schreiben Sie also niemals: „Thomas ist ein erstklassiger Aktienanalyst“, falls es sich zufälligerweise um Sie selbst handeln sollte.

„Ich kann es nicht leiden, wenn die Leute ein persönliches Statement in der dritten Person abgeben“, ärgert sich ein Headhunter. „Sie erzählen so etwas wie: ‚Tim ist eine hochmotivierte, energische Persönlichkeit und ein reizender Charakter.‘ Damit macht man sich selbst zum Idioten.“

2. Falls Sie die Qualifikation eines Müllmanns mitbringen und sich als Raketeningenieur bewerben

Dabei handelt es sich um einen weiteren Klassiker. „Wir bekommen eine Menge Bewerbungen von Regalauffüllern, die gerne als Trader arbeiten möchten“, erzählt ein Recruiter.

3. Der Lebenslauf verfügt über eine merkwürdige Formatierung

Personalvermittler konvertieren oft die Lebensläufe von Kandidaten in ein eigenes Format, bevor sie es an Arbeitgeber weiterleiten. Falls Sie also ein eigenwilliges Format verwenden, dann erschweren sie bloß ihre Arbeit. „Wir haben sogar schon einmal einen Lebenslauf in einer Excel-Datei erhalten“, erinnert sich ein Recruiter schmunzelnd. „Wir bekommen Lebensläufe in PowerPoint – besonders von Consultants“, berichtet ein anderer Personalvermittler. „Recruiter bevorzugen es, wenn es sich beim Lebenslauf um eine Worddatei handelt“, betont der Personalvermittler.

4. Es handelt sich um einen Aufsatz

Ein Lebenslauf wird nicht gelesen, wenn er acht Seiten umfasst. „Es gibt Leute, deren Karriere 1973 begann und die einfach eine Station nach der anderen hinzugefügt haben, ohne das Ganze noch einmal zu überarbeiten“, berichtet ein Recruiter. „Das endet mit einer Menge von irrelevantem Zeug. Das stellt einen Hinweis darauf dar, dass die Person kein prägnantes Dokument verfassen kann, was schon an sich ein schlechtes Zeichen ist.“

Dabei gibt es eine einfache Regel: Ein Lebenslauf darf nur ein oder zwei Seiten umfassen.

5. Das Foto ist schlecht

Von Urlaubsfotos oder Bildern, auf dem Sie Ihren Hund knutschen, ist dringend abzuraten. Auch Selfies oder Fotos in unprofessioneller Kleidung sind tabu. Recruiter berichten auch von überzogen großen Fotos und sogar von Bildern, die auf dem Kopf stehen.

6. Das Anschreiben enthält keinen Bezug zu der Stelle, auf die sich der Kandidat bewirbt

Keine Frage: Es wirkt nicht sonderlich überzeugend, wenn Sie sich darüber auslassen, wie gern Sie in M&A arbeiten, wenn Sie sich auf eine Stelle in Equity Sales bewerben. Dennoch komme dies laut Recruitern regelmäßig vor.

7. Der Lebenslauf zeigt die Logos sämtlicher ehemaliger Arbeitgeber

Auch das kommt vor. Auf Recruiter wirkt dies angeberisch, was sich oft gegen den Kandidaten wendet.

8. Der Lebenslauf enthält nur das Offensichtliche

„Es gibt tatsächlich Leute, die schreiben, dass sie für die Royal Bank of Scotland gearbeitet haben, ‚wobei es sich um eine globale Corporate und Investment Bank handelt‘“, berichtet ein anderer Recruiter. „Das weiß ich bereits. Es wirkt herablassend auf mich.“

9. Sie haben das Banking für Brokerage aufgegeben

Vor nicht allzu langer Zeit war es noch üblich, dass arbeitslose Trader bei Brokern anfingen. Jetzt wollen viele wieder ins Banking zurückkehren. Doch das gelingt meist nicht. „Es ist sehr schwer, aus der Brokerage zurückzukehren“, sagt ein Headhunter.

10. Sie haben seit 2013 nicht mehr gearbeitet

Recruiter lassen regelmäßig Lebensläufe von Kandidaten im Papierkorb verschwinden, die seit mehr als zwei Jahren nicht mehr in der Branche gearbeitet haben. Das gilt besonders für Finanzprofis, die in Sales tätig waren. „Im Markt gibt es immer noch mehr Kandidaten als Jobs“, meint ein anderer Headhunter. „Sie können sich ein Jahr Sabbatical leisten und sich bewerben. Aber nach mehr als zwei Jahren wirken sie nur noch verzweifelt“, ergänzt er.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Renommierte Banker mit einem guten Track-Record und gesuchten Kompetenzen waren schon erfolgreich, obgleich sie seit 2011 nicht in der Branche gearbeitet haben.

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