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Wieso Private Bankern ein goldenes Jahrfünft bevorsteht

Falls die Ergebnisse des “Global Wealth Report” der Credit Suisse zutreffen, dann steht Private Bankern ein goldenes Jahrfünft bevor. Nach der jetzt vorgelegten Studie soll das Vermögen der 4,4 Mrd. erwachsenen Menschen rund um dem Globus bis 2015 um 60 Prozent auf 314 Bio. US-Dollar wachsen.

Damit beschleunige sich lediglich der Trend der zurückliegenden zehn Jahre. So ist der Wohlstand der erwachsenen Weltbevölkerung zwischen 2000 und 2010 um 72 Prozent auf derzeit 195 Mio. Dollar gestiegen, wovon der Löwenanteil von 115 Bio. indes auf nicht-geldwerte Anlageklassen wie Immobilien entfalle.

Dabei lobt die Credit Suisse ihre Studie in den höchsten Tönen. “Mit dem Global Wealth Report möchten wir die weltweit umfassendste Studie bieten, die jemals erstellt wurde. Als führende Bank, zu deren Kerngeschäft die internationale Vermögensverwaltung zählt, interessieren wir uns für die gesamte Vermögenspyramide”, sagt Private Banking-Chef Walter Berchtold.

24 Mio. Dollar-Millonäre rund um den Globus

An der Spitze dieser Pyramide verortet die Credit Suisse über 1000 Milliardäre, von denen lediglich 230 aus Europa stammen. Schon rund 245 leben im asiatisch-pazifischen Raum sowie 500 in Nordamerika. Die Gruppe der Ultra-High-Net-Worth Individuals mit einem Vermögen von mindestens 50 Mio. Dollar beziffert die Credit Suisse auf etwa 80.000.

Weniger exklusiv geht es in der Gruppe der Dollar-Millionäre zu. Hiervon gibt es der Studie zufolge immerhin 24 Mio. rund um den Erdball. In dieser Gruppe konstatiert die Schweizer Großbank noch einen beträchtlichen Abstand der asiatischen Boomländer von den etablierten Industriestaaten. Denn in China und Indien leben nur 800.000 bzw. 170.000 Dollar-Millionäre. Überdies gebe es noch 330 Mio. Menschen, die zwischen 100.000 und 1 Mio. Dollar ihr Eigen nennen.

Schweizer bleiben die reichste Nation

Obgleich der Wirtschaftsboom in den Schwellenländern besonders in Asien sehr viel Vermögen und damit immer neue Millionäre generiere, finden sich die reichsten Nationen immer noch auf dem alten Kontinent. So bleibe die Schweiz mit einem durchschnittlichen Vermögen von knapp 373.000 US-Dollar je Erwachsenen das reichste Land der Erde, gefolgt von den Norwegern mit knapp 327.000, Australien mit 321.000 und Singapur mit 255.000 US-Dollar.

Doch die Experten der Credit Suisse versäumen nicht, einen Blick auf den Fuß der Pyramide zu werfen. Dort gebe es rund 3 Mrd. Erwachsene, deren Vermögen weniger als 10.000 Dollar betrage und 1,1 Mrd. mit weniger als 1000 Dollar. 2,5 Mrd. verfügten nicht einmal über ein Bankkonto.

Bei der Geschwindigkeit des Vermögenszuwachses hätten indes die Asiaten die Nase vor den Europäern vorn. “China ragt als der weltweit drittgrößte Vermögensgenerator heraus, wird lediglich von den USA und Japan übertroffen und hat einen Vorsprung von 35 Prozent gegenüber dem vermögendsten europäischen Land”, heißt es in der Studie.

Die gesamte Studie kann hier bestellt werden.

Kommentare (2)

Comments
  1. Mehrere Billionen Menschen? Wo kommen die plötzlich her?
    Sollte mal einer die Zahlenbegriffen im englischen und deutschen
    Sprachraum auseinander halten. Bio. vs. Mrd.
    Richtige Übersetzung hilft da etwas.

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