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Spielt Altersdiskriminierung in Deutschland eine untergeordnete Rolle?

Old man

Anders als das Thema Frauen, Kinder und Karriere scheint die Altersdiskriminierung bei den Finanzdienstleistern in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Bei einer eFinancialCareers-Umfrage unter rund 5000 Finanzprofis weltweit gaben lediglich 17 Prozent der deutschen Teilnehmer an, in ihrem Unternehmen schon einmal Altersdiskriminierung erlebt zu haben. Das sind zwar immer noch 17 Prozent zu viel, dennoch gaben volle 83 Prozent an, dass dies in ihren Unternehmen nicht vorkomme.

Die Frage: „Wurde Ihnen jemals eine Beförderung aufgrund Ihres Alters verwehrt?“ beantworteten immerhin 88 Prozent der Umfrageteilnehmer abschlägig. Lediglich 12 Prozent gaben an, aufgrund ihres Alters benachteiligt worden zu sein. Weiter wurde 79 Prozent der deutschen Teilnehmer aufgrund ihres Alters noch nie von einer Bewerbung abgeraten, was jedoch auch bedeutet, dass 21 Prozent dieser Benachteiligung schon einmal erfahren haben.

Quelle: eFinancialCareers.com

Quelle: eFinancialCareers.com

Doch trotz der demographischen Entwicklung scheinen es Mitarbeiter über 50 bei den deutschen Finanzdienstleistern schwerer als jüngere Kollegen zu haben. So gaben 53 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland an, dass der Anteil der über 50-jährigen in ihrem Unternehmen unter 20 Prozent betrage. Umgekehrt versicherten 44 Prozent, dass der Anteil der über 50jährigen zwischen 20 und 49 Prozent liege – was einen beachtlichen Wert darstellt.

Dennoch fordert eine Mehrheit von 55 Prozent der Umfrageteilnehmer einen besseren Schutz der Mitarbeiter vor Altersdiskriminierung. Weitere 28 Prozent stimmten dieser Forderung „etwas“ zu. Lediglich 4 Prozent sprachen sich gegen einen verbesserten Schutz aus.

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Kommentare (1)

Comments
  1. 14_1120
    Sehr geehrte Damen und Herren von der >>Antidiskriminierungsstelle des Bundes<> Staatlicherseits wird die Alter-Diskriminierung gefördert! <> Leben wir noch in einem Rechtsstaat – JA oder NEIN <<
    Beispiel für die bestehende Alters-Diskriminierung in Deutschland:
    Jahres-Reiseversicherung – ERV – Europäische Reiseversicherung AG
    Ich zitiere:
    „Sobald eine versicherte Person das 65. oder 75. Lebensjahr erreicht, erfolgt
    diese Beitragsanpassung – von 298 EURO auf jetzt 358 EURO“
    Die in Deutschland geltenden gesetzlichen Bestimmungen gestatten diese
    Alters-Diskriminierung ausdrücklich!

    In Erwartung Ihrer geschätzten Rückäußerung verbleibe ich
    mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Redigan

    Von: J. R d g [mailto:J.Rdg@online.de]
    Gesendet: Donnerstag, 20. November 2014 09:41
    An: 'info@bmfsfjservice.bund.de'
    Betreff: AW: Altersdiskriminierung – Nachricht von Jürgen REDIGAN- Anfrage-Nr.: [93321002]

    14_1120
    Sehr geehrte Frau Gabriele Schmidt,
    Leider sind die gesetzlichen Vorgaben in diesem unseren Lande anders, so dass die Alters-Diskriminierung von Versicherungen ausdrücklich gestattet ist. Dass Gleiche gilt bei zivilrechtlichen Verträgen.
    Daher sind Ihre allgemeinen Hinweise leiser nur bedingt richtig.
    „Alter ist eines von sechs Merkmalen, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt.
    Niemand darf wegen des Alters benachteiligt werden.“
    Deshalb sind meine Zweifel an der Behauptung „Deutschland ist ein Rechtsstaat!“ durchaus gerechtfertigt.
    ____________________

    Mit besten Grüßen
    Jürgen Redigan

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