☰ Menu eFinancialCareers

Für eine Karriere bei Pimco ist ein Top-MBA fast schon Pflicht – auch in Deutschland

Viele Investmentbanken hegen ein elitäres Selbstbild. Doch Pimco, einer der weltgrößten Vermögensverwalter, vermag dies noch zu toppen. Ende Juni wies die Allianz-Tochter Assets under Management von immerhin 1,97 Billionen US-Dollar (1,5 Billionen Euro) auf. Ebenso hoch wie die verwalteten Vermögen fallen die Ansprüche an neue Mitarbeiter aus.

„Pimco stellt besonders gerne MBA-Absolventen der besten Business Schools der Welt ein“, sagt die auf Asset Management spezialisierte Personalberaterin Karin Schambach von Indigo Headhunters in Frankfurt. „Man kann es sich leisten, auf die Smartesten der Smarten zu setzen, weil das Unternehmen die entsprechende Reputation hat. In dem Vorgehen zeigt sich die angelsächsische Prägung von Pimco“, ergänzt Schambach. Der Anleihen-Spezialist gehe die Einstellung von Hochschulabsolventen sehr strategisch an. „Das ist kein Massenrecruitment.“

Ein anderer europäischer Headhunter bestätigt dies. Selbst für Sales Positionen verlange Pimco Absolventen von Top-MBA-Programmen der USA. Diese seien nicht in allen europäischen Ländern leicht aufzutreiben.

Auch ein kurzer Blick auf die Website von Pimco ergibt ein ganz ähnliches Bild. So heißt es in einer Stellenanzeige für einen „Senior Sales & Relationship Manager“ für Lateinamerika: „Ein MBA-Abschluss von einer anerkannten, führenden Business School oder Universität oder ein gleichwertiger weiterführender für die Position relevanter Abschluss wird bevorzugt.“ Ganz nebenbei erwartet Pimco einen CFA oder zumindest die Bereitschaft, einen solchen zu erwerben.

MBA-Absolventen einer Business School kann sich nicht jeder leisten

Entsprechend zählt Pimco bei den renommiertesten US-Business Schools zu den Top-Arbeitgebern. So stellte der Asset Manager in 2013 allein von der Booth Business School aus Chicago sieben MBA-Absolventen ein, plus 13 Praktikanten. Bei der Columbia Business School aus New York waren es fünf MBA-Absolventen und bei der London Business School noch immerhin drei. Dabei zählt Pimco weltweit gerade einmal 2454 Angestellte.

Tatsächlich müssen Arbeitgeber wie Pimco für derartige Kandidaten tief in die Tasche greifen. Laut der Columbia Business School kassieren Absolventen, die im Asset Management anfangen, zwischen 75.000 bis 175.000 Dollar (57.000 bis 133.000 Euro), wobei der Median bei 125.000 Dollar (95.000 Euro) liegt. Hinzu kommt noch ein Bonus von 15.000 bis 200.000 Dollar (11.000 bis 152.000 Euro).

Bei der London Business School sieht es ganz ähnlich aus. Dort variieren die Anfangsgehälter in den Finanzdienstleistungen zwischen 70.000 und 306.000 Dollar (53.000 bis 233.000 Euro). Hier beträgt der Median 103.000 Dollar (74.000 Euro). Hinzu kommt noch ein Jahresbonus von 11.000 bis  136.000 Dollar (8000 bis 104.000 Euro).

Pimco: MBA-Absolventen sind die Führungskräfte von Morgen

Die Vorliebe für MBA-Absolventen bestätigt auch Pimco selbst. „Nach unserer Erfahrung bietet ein MBA eine solide Grundlage von Kompetenzen, die in Kombination mit mehreren Jahren Berufserfahrung talentierten Persönlichkeiten dabei helfen, eine Karriere in einer ganzen Reihe von Jobs im Asset Management aufzubauen wie in Portfolio Management und Produktmanagement, in kundennahen Rollen und im Research“, sagt Kimberley Stafford, Pimcos Global Head of Human Ressources zu eFinancialCareers.de. Es handle sich um einen wesentlichen Teil von Pimcos akademischer Kultur.

„Am wichtigsten ist jedoch, dass wir glauben, dass es sich bei den heutigen MBA-Neueinstellungen um Pimcos Führungskräfte von Morgen handelt. Viele unserer Managing Directors und Führungskräfte wurden als MBA-Absolventen eingestellt – inklusive Pimco-Präsident Jay Jacobs, Sabrina Callin, Head of Pimcos StocksPLUS products, Eric Mogelof, der kürzlich zum Chef von Pimco Asien ernannt wurde und Candice Stack, die Pimcos Institutional Corporate Channel leitet.“

Ähnliche Artikel:

MBA oder CFA: Was bringt die Karriere besser voran?

Wo MBA-Absolventen das meiste Geld verdienen

FT-Ranking 2014: Welches die besten MBAs in Deutschland, der Schweiz und dem Rest der Welt sind

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier