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Wo im Investment Banking ein Kahlschlag ansteht und wo nicht

Steht ein Kahlschlag an? (Foto: iStocks)

Steht ein Kahlschlag an? (Foto: iStocks)

Haben die Investment Banken das Schlimmste beim Job-Kahlschlag hinter sich? Obgleich die Erträge im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) abgestürzt sind, wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten kaum größere Einschnitte beim Personal verkündet. Eine Ausnahme stellt lediglich Barclays dar.

Doch auch ohne große Ankündigungen verschwinden Stellen in der Branche. Laut den jüngsten Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens Coalition geht der Personalabbau – gerade auch im Bereich FICC – munter weiter.

2400 Jobs gehen 2014 allein in FICC verloren

Die Ergebnisse von Coalition gehen auf vertrauliche Gespräche mit den großen Banken zurück und sind in den unten stehenden Charts zusammengefasst. Demnach ist die Beschäftigung im Geschäftsbereich FICC in diesem Jahr allein um 9 Prozent eingebrochen, womit sich der Abbau seit 2010 auf 13 Prozent summiert. Dagegen scheinen die Mitarbeiter aus der Investmentbanking Division – also in M&A, Equity Capital Markets und Debt Capital Markets – auf ihren Stühlen recht sicher zu sitzen. Ähnliches gilt für die Kollegen aus dem Aktienhandel.

Coalition-headcount

Welche Jobs besonders gefährdet sind

Leider gibt Coalition keine detaillierten Ergebnisse zu den einzelnen FICC-Bereichen an. Dennoch scheinen Stellen im Devisenhandel derzeit besonders gefährdet zu sein. Auch bei den Schwellenländern und den G10 sieht es schlecht aus; etwas besser im Kredit- und Verbriefungsgeschäft mit den G10. Dagegen scheint das Geschäft im Rohstoffhandel wieder anzuziehen, wofür auch die verstärkten Einstellungen seitens der US-Investmentbank Morgan Stanley sprechen.

FICC revenues by product

 

Gute Chancen in Equity Capital Markets und Prime Services

Doch nicht überall sieht es so traurig aus wie in FICC. Dank der gestiegenen Aktienmärkte wagen sich immer mehr Unternehmen an die Börse oder nehmen Kapitalerhöhungen vor. Nach den Daten von Coalition steigen in diesem Bereich ebenso wie in den Prime Services die Erträge.

Coalition equitiesIBD revenues

Warum die Vergütungen im Investment Banking weiter fallen

Die Vergütungen im Investment Banking tendieren auch weiterhin gen Süden. Coalition rechnet damit, dass die Boni in FICC und im Aktiengeschäft in diesem Jahr geringer als 2013 ausfallen. Dies liegt einmal an den schwachen Erträgen, aber auch an den wachsenden Kosten für Compliance und IT.

Von daher wundert es kaum, dass Coalition einen Margenverfall beobachtet. Wenn es allein nach der Bezahlung geht, dann scheint die Investment Banking Division in laufenden Jahr noch am besten davonzukommen. Hier kletterten die Margen im Vergleich zum Vorjahr allein um 7 Prozentpunkte. Daher prognostiziert Coalition hier steigende Boni.

Coalition-margins

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