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HSBC Trinkaus stellt 478 Mitarbeiter ein: Wachstumsinitiative drückt auf Gewinn

HSBC Trinkaus-Chef Andreas Schmitz

HSBC Trinkaus-Chef Andreas Schmitz

Die Wachstumsinitiative geht bei HSBC Trinkaus rasch voran. Laut einem Unternehmenssprecher habe die Bank im ersten Halbjahr 44 Prozent mehr Kredite als im Vorjahreszeitraum ausgereicht, während der Markt um 10 Prozent geschrumpft sei. Die Bilanzsumme kletterte so auch um stolze 9,3 Prozent auf 21,6 Mrd. Euro, wie aus dem am heutigen Mittwoch (27. August) vorgelegten Halbjahresbericht hervorgeht.

Unterdessen hat HSBC Trinkaus per Ende Juni bereits 257 des insgesamt geplanten Aufbaus von 500 Stellen vorgenommen. 100 hiervon entfielen allein auf das Firmenkundengeschäft. Zusammen mit der Nachbesetzung von 221 Stellen hat die Bank binnen eines Jahres knapp 480 Mitarbeiter eingestellt. „Die Neueinstellungskurve wird jedoch in Zukunft ein wenig abflachen“, sagte der Sprecher.

Da sich die Bank aber gleichzeitig aus Luxemburg zurückgezogen hat und noch nicht alle unterschriebenen Arbeitsverhältnisse bereits an Bord sind, stieg die Mitarbeiterzahl nur um etwa 80 auf gut 2600 Beschäftigte.

Die Wachstumsinitiative drückt indes auf die Gewinne. Das Ergebnis vor Steuern purzelte um 18 Prozent auf 108,1 Mio. Euro. Rückläufig war vor allem das Provisionsergebnis, wo der Vorsteuergewinn um 15,2 Prozent auf 186,1 Mio. Euro nachgab. Dagegen kletterte der Zinsüberschuss um 7,6 Prozent auf 87,6 Mio. und das Handelsergebnis um 4,2 Prozent auf 64 Mio. Euro.

Der Stellensegen schlägt allerdings noch nicht auf die Personalkosten durch. Vielmehr blieb der Personalaufwand zwischen Januar und Juni mit 150,7 Mio. Euro exakt auf Niveau des Vorjahreszeitraums. Laut dem Unternehmenssprecher würden diese Kosten jedoch im Jahresverlauf ansteigen.

Rein rechnerisch belief sich das durchschnittliche Bruttogehalt bei HSBC Trinkaus im ersten Halbjahr auf 48.350 Euro, was 4 Prozent unterhalb Vorjahreszeitraums war. Mithin dürften die Boni in diesem Jahr etwas geringer ausfallen.

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