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KPMG: Personalkosten erdrosseln Privatbanken

erdrosseln

Auf den ersten Blick scheint für die Mitarbeiter Schweizer Privatbanken alles in bester Ordnung zu sein. Denn laut der am heutigen Mittwoch (20. August) von KPMG und der Uni St. Gallen vorgelegten Privatbankenstudie 2014 beschäftigten die Institute im vergangenen Jahr 31.625 Mitarbeiter. Damit ist die Beschäftigung seit 2009 praktisch stabil geblieben.

Quelle: KMPG

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Und auch im Portemonnaie herrscht Beständigkeit. Zwischen 2011 und 2013 ließ die Branche für jeden Mitarbeiter rund 213.000 Franken springen, was nur geringfügig unter den Werten von vor der Finanzkrise und dem Ende des Schwarzgeldzeitalters liegt.

Quelle: KMPG

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Dagegen vermitteln die Profitabilitätskennzahlen ein alarmierendes Bild. So ist die Eigenkapitalrendite der Branche von 13,9 Prozent in 2006 kontinuierlich auf nur noch 3,3 Prozent in 2013 gesunken. Für viele Investoren dürfte das zu wenig sein. Ein Drittel der 94 untersuchten Banken haben in 2013 sogar Verluste eingefahren.

Quelle: KMPG

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Auf deklarierte Vermögen lassen sich eben geringere Profite als auf undeklarierte erzielen. Die Bruttoertragsquote der verwalteten Vermögen verminderte sich ebenso kontinuierlich von 116 Basispunkten in 2008 auf nur noch 99 Basispunkte im abgelaufenen Jahr.

Quelle: KMPG

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Sinkende Margen und gleich bleibende Personalkosten ergeben im Privatbankengeschäft eine explosive Mischung. Denn laut KPMG und der Uni St. Gallen liegt der Anteil der Personalkosten traditionell bei rund zwei Drittel.

Kein Wunder also, dass die Kosten-Ertrags-Quoten beständig ansteigen. Während die Schweizer Privatbanken in 2007 lediglich 59,8 Rappen für jeden Franken Ertrags aufwenden mussten, waren es in 2013 bereits 80,7 Rappen. Dies bedeutet einen Anstieg von beinahe 21 Rappen.

Quelle: KMPG

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Darüber hinaus droht den Instituten aufgrund des schwelenden Streits über nichtversteuerte Altvermögen mit den USA neues Ungemach. Laut der KPMG-Studie haben die Banken für die absehbaren Bußzahlungen an die US-Justizbehörden gerade einmal Rückstellungen von 900 Mio. Franken gebildet.

Allerdings haben lediglich 21 der insgesamt 94 Banken Rückstellungen für Bußen gebildet, 11 weitere nur für Beratungskosten. Mithin könnten anstehende Bußen so manches Institut in bedrohliche Schieflage bringen.

Da die großen Banken den Kostendruck besser bewältigen können, rollt eine Konsolidierungswelle durch die Branche. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres zählten die Experten von KPMG und der Uni St. Gallen neun M&A-Transaktionen.

„Aufgrund einer Mischung aus organischem Wachstum und M&A-Transaktionen ist der Marktanteil der großen Banken (verwaltete Vermögen über 25 Mrd. Franken) im Jahr 2013 im Vergleich zum Jahr 2006 um ein Drittel gestiegen“, heißt es in der Studie. „Ihr Marktanteil an den verwalteten Vermögen liegt aktuell bei 78 Prozent. Auf die 58 kleinen Banken (verwaltete Vermögen unter 5 Mrd. Franken) entfallen jedoch weniger als 8 Prozent der verwalteten Vermögen.“ Ein Ende des Trends ist vorerst nicht absehbar.

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Kommentare (1)

Comments
  1. Ich bin mit Eurem Kommentar nicht einverstanden. Das sehr grosse Problem ist, dass die Top-Managers ihr Einkommen ständig erhöhen. Dies wird von Euch aber auf ale Mitarbeiter umgerechnet. Dies sollte endlich mal geändert werden. Die Saläre bei Mitarbeitern im Bankenbereich sind kontinuirlich gesunken. Dafür haben sich die Obersten ihr Einkommen vervielfacht. Das ist das grosse Problem. Hinzu kommt, dass die heutige Regulierung die Kosten vor allem für kleine Banken dermassen erhöht hat, dass sie sich dies nicht mehr leisten können. Dieses Regulierungssystem ist dermassen aufwändig, dass sie mehr Leute einstellen müssen. Ihr solltet mal über die Wahrheit berichten und nicht nur von theoretischen Dingen.

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