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Aus dem Tagebuch eines Wall Street-Praktikanten: Wieso ich nie im Wealth Management arbeiten möchte

Unser Gastautor verbringt ein Praktikum im Wealth Management einer großen US-Bank an der Wall Street.

Wie nicht anders zu erwarten, habe ich die vergangene Woche damit verbracht, Ausschau nach Neukunden zu halten. Eines unserer Teammitglieder geht systematisch eine CD mit den Angaben nach Section 16 des US-Aktiengesetzes durch. Diese enthalten u.a. Angaben zu den Gehältern wichtiger Mitarbeiter. Der Vorteil besteht darin, dass diese Angaben praktisch eine Garantie darstellen, dass es sich bei diesen Leuten um potenzielle Wealth Management-Kunden handelt.

Ich habe dabei geholfen, die Listen der Angestellten nach Section 16 von hunderten an Versicherungsunternehmen auszudrucken, um so die Kontaktdaten zu recherchieren. Dabei haben wir gerade einmal ein Viertel einer einzigen Liste durchgearbeitet. Der Vermögensberater, dem ich zuarbeite, betreibt ein fortlaufendes Verfahren, um gezielt Unternehmen und potenzielle Kunden ausfindig zu machen, ihre Kontaktdaten zu ermitteln und sie dann anzurufen.

Obwohl ich weiß, dass jeder Job wiederkehrende Abläufe mit sich bringt, habe ich bereits beschlossen, dass ich in einem anderen Bereich des Bankings arbeiten möchte, weil sich dieser Job einfach niemals ändern wird. Ich bevorzuge eine Stelle, in der es hektischer als im Wealth Management zugeht, bei dem ich ständig etwas hinzulerne und in dem ich näher an den Märkten bin. Auch wenn ich m.E. genügend Talent mitbringe, um gut durch das Praktikum zu kommen, bin ich doch der Auffassung, dass jeder sich hierin einarbeiten kann.

Am Ende der Woche wurden wir Praktikanten erstmals in 15-Minuten-Intervallen im Büro einer Frau evaluiert, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Es muss sich wohl um eine HR-Mitarbeiterin handeln. Zunächst war ich wirklich nervös, aber es lief alles gut. Mein Vorgesetzter hatte ihr eine sehr positive Beurteilung gegeben. Es handelte sich um das erste Mal, dass ich während des Praktikums ein Feedback erhalten habe, was ich sehr schätze. Wir sprachen über meine Stärken und Schwächen, so dass ich jetzt weiß, woran ich arbeiten muss.

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