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Weiterer Personalabbau in Sicht: Die ominöse Analysten-Einschätzung der Deutschen Bank

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Für einen Moment sah es danach aus, als wenn es im Investment Banking wieder aufwärts gehen würde. Denn der Juni stellte für das Sales & Trading-Geschäft einen guten Monat dar. Bei der Präsentation der Ergebnisse für das erste Halbjahr bemerkte JP Morgan-Finanzchefin Marianne Lake, dass die Kundenaktivität im Juni angezogen habe, aber sie „hat sich bislang nicht in den Juli fortgesetzt.“

Nachdem der Juli passé ist und die Banken ihre Zahlen geprüft haben, scheint der Juli in der Branche schlecht verlaufen zu sein. So gestand Barclays-Finanzchef Tushar Morzaria, dass der Juli womöglich der schlechteste Monat des Jahres darstelle. Jetzt schlagen auch noch die Analysten der Deutschen Bank vorsichtig Alarm.

In einer kurzen Einschätzung heißt es, dass es sich beim Juli traditionell um einen schwachen Monat im Investment Banking handle. Doch der Juli 2014 scheint besonders schlecht ausgefallen zu sein. Dies gilt namentlich für das Geschäft mit festverzinslichen Anlagen, Währungen und Rohstoffen (FICC). Die Geschäfte mit „Asset backed securities“ und „Mortgage backed securities“ seien binnen Jahresfrist um 19 bzw. 42 Prozent eingebrochen. Auch die Anleiheemissionen hätten um 14 Prozent nachgegeben. Die Volatilität im Geschäft mit Währungen und Zinsprodukten sei weiter gesunken. All dies stellen keine guten Nachrichten dar.

Selbst im Aktiengeschäft läuft nicht alles rund. Zwar habe das Geschäft mit Börsengängen im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 115 Prozent zugelegt, allerdings war der Juli 2013 auch ungewöhnlich schlecht ausgefallen. Noch beunruhigender ist, dass auch die Summe der bevorstehenden Aktientransaktionen um 26 Prozent abgenommen habe. Dies sehe schon recht „bearish“ aus.

Doch welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Beschäftigung – vor allem bei denjenigen Banken, die wie die Deutsche Bank bislang einen tiefgreifenden Personalabbau vermieden haben? Nach den Analysten der Deutschen Bank sei es noch zu früh, diese Frage abschließend zu beantworten. „Auf ein oder zwei schlechte Monate folgt oftmals ein starker Monat, in dem aufgeholt wird. … Wir sollten nicht zu viel in die Kundenaktivitäten des dritten Quartals hineinlesen“, heißt es von den Analysten. Den FICC-Bankern bleibt also noch die Hoffnung, dass es sich beim schwachen Juli lediglich um eine Anomalität gehandelt habe.

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