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Wegen Umgehung von US-Embargos: Auch Commerzbank soll 500 Mio. Dollar zahlen

Der Feldzug der US-Justiz durch die europäische Bankenlandschaft scheint ihr nächstes Opfer gefunden zu haben. Nach Informationen der New York Times steht eine außergerichtliche Einigung der Commerzbank mit der US-Justiz wegen unerlaubter Geschäfte mit dem Iran und anderen Staaten kurz bevor. Demnach soll das Institut eine Buße von mindestens 500 Mio. Dollar (368 Mio. Euro) zahlen.

Erst in der vergangenen Woche hatte die französische Großbank BNP Paribas der Rekordbuße von 8,9 Mrd. Dollar (6,5 Mrd. Euro) zugestimmt. Das Bußgeld ist politisch überaus brisant, da an der Commerzbank die Bundesregierung mit 17 Prozent beteiligt ist. Der deutsche Steuerzahler müsste also indirekt mitbluten. Dabei herrschen aufgrund der NSA-Abhöraffäre derzeit im Verhältnis zwischen der US- und der Bundesregierung ohnehin frostige Temperaturen.

Die Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung dürften indes nicht gravierend ausfallen, da die Bank bereits 934 Mio. Euro für Rechtsstreitigkeiten gebildet hat. Laut Branchenbeobachtern könnte die Commerzbank-Buße Modellcharakter für eine Einigung der US-Justiz mit der Deutschen Bank haben.

Unterdessen kündigte die Commerzbank an, ihre Zusammenarbeit mit der BNP Paribas im Ratenkreditgeschäft fortzusetzen. Das Gemeinschaftsunternehmen Commerz Finanz GmbH vertreibt über die etwa 1200 Commerzbankfilialen Ratenkredite in Deutschland.

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