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Was Banker an ihren Kollegen hassen

Foto: iStock

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Jeder kennt es: Im Team gibt es ein oder zwei Kollegen, die einen zur Verzweiflung treiben. Doch Banker müssen sich gleich mit Dutzenden davon abplagen. Wir haben Investmentbanker gefragt, an welchen Verhaltensweisen sie sich besonders stören und wurden von Antworten geradezu überflutet. Darunter findet sich alles: von ständiger Nörgelei über notorischer Unpässlichkeit bis hin zu mangelnder Hygiene. Konkret:

Das altbekannte Lied

Im Banking – und besonders im Investmentbanking – wird hart und lang gearbeitet – selbst dann, wenn Normalsterbliche sich mit ihren Freunden oder ihrer Familie vergnügen. „Sich über lange Arbeitszeiten, durchgearbeitete Wochenenden oder Arbeit am Geburtstag zu beklagen, das hat mich am meisten geärgert“, erzählt ein Investmentbanker. „So etwas interessiert wirklich niemanden.“

Am Problem vorbeizureden

Viele Banker ärgert es, wenn die Vorgesetzten an der Sache vorbeireden. So ruft Sie ein Managing Director oder Vice President am Wochenende an. Sie wissen sofort, worum es geht, nämlich Ihnen Arbeit aufzuladen. Doch anstatt die Sache klar anzusprechen, fragt Sie er oder sie einfach danach, wie es Ihnen geht, ob Sie viel zu tun haben oder beschäftigt sind. „Auf Ihre Antwort kommt es gar nicht an. Es geht nur darum, Ihnen Arbeit aufzuhalsen. Dieser Small-Talk ist einfach nur peinlich.“

Mittags- und Zigarettenpausen

„Mich regen Leute auf, die es normal finden oder sich für wichtig genug halten, inmitten eines stressigen Projektes mit einer Deadline eine ausgedehnte Mittagspause einzulegen“, klagt ein anderer Banker. Es gebe schon Gründe, wieso die Leute an ihrem Arbeitsplatz essen.

Zigarettenpausen scheinen auch für reichlich Ärger zu sorgen. „Geht Euren Süchten bitteschön in Eurer Freizeit nach“, meint ein Banker.

Seinen Stress an anderen Leuten auszulassen

„Es gibt Leute, die können ihre Emotionen einfach nicht kontrollieren und sprechen die ganze Zeit über Probleme, mit denen Sie rein gar nichts zu tun haben. Und das, obgleich Sie ebenfalls total gestresst und angefressen sind.“

Unnötige Rabatte

„Mich stören Sales-Profis, die den Kunden einen Nachlass gewähren, obgleich dieser bereits den Listenpreis akzeptiert hat“, meint an anderer Banker. Derartiges scheint aber nicht nur im Banking vorzukommen. Solche Fehler unterlaufen normalerweise unerfahreneren Mitarbeitern.

Nervendes Telefonieren

Ein Banker beklagt sich über Leute, die ihm eine E-Mail schreiben und um Rückruf bitten, obwohl sie ebensogut selbst zum Telefonhörer greifen könnten.

Wertlose Präsentationen

Erst kürzlich erläuterte der Co-Chef M&A von Goldman Sachs Gregg Lemkau, dass in schwierigen M&A-Märkten die Kunden einfach nur unterhalten werden wollen. Die niederen Ränge wissen nur zu gut, was damit gemeint ist. „Es gab nichts Schlimmeres, als an Verkaufspräsentationen zu arbeiten, von denen Du ganz genau wußtest, dass es sich um bloße Fantasie handelte. Diese Anstrengung brachte Ihnen gerade einmal ein Meeting eine Straße weiter ein“, kritisiert ein ehemaliger Investmentbanker, der sich erst kürzlich von der Branche verabschiedet hat.

Mangelnde Hygiene

Besonders erschreckend war die hohe Zahl von Kommentaren, die zum Verhalten in den Waschräumen eingingen. Die meisten davon sind jedoch nicht zur Veröffentlichung geeignet oder jugendfrei. Aber jeder dürfte schon einschlägige Erfahrungen gesammelt haben.

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