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Übernahme von Portfolio der HSBC: LGT sucht bis zu 30 Mitarbeiter

Der Hauptsitz der LGT Group. Im Hintergrund das Schloss von Liechtenstein.

Der Hauptsitz der LGT Group. Im Hintergrund das Schloss von Liechtenstein.

Die Konsolidierung im Schweizer Wealth Management kann in Einzelfällen sogar neue Jobs schaffen. Nachdem die LGT Bank angekündigt hat, ein Wealth Management-Portfolio von 10 Mrd. Franken von der HSBC Private Bank zu übernehmen, sollen 20 bis 30 Stellen neu geschaffen werden.

Nach Angaben eines LGT-Sprechers bestünden 70 Prozent des Portfolios von Kunden aus Osteuropa, Italien sowie von eigenständigen Vermögensverwaltern. Beim Rest handle es sich um ein recht „buntes“ Portfolio aus allen Weltregionen. LGT weist ausdrücklich darauf hin, dass die Vermögenswerte „einer rigorosen Überprüfung nach Steuer- und generellen Compliance-Kriterien“ unterzogen worden seien. Unversteuerte Portfolios dürften mittlerweile auch nahezu unverkäuflich sein.

Mit dem Portfolio von zumeist reichen und schwer reichen Kunden (HNW und UHNW) werden rund 70 Mitarbeiter von HSBC zur LGT wechseln, die an Standorten wie Genf, Zürich und Lugano angesiedelt sind. Laut dem Unternehmenssprecher wird von den neuen Mitarbeitern kein Umzug verlangt. „Wir sind an sämtlichen Standorten bereits vertreten“, sagte der Sprecher.

Zur Unterstützung der 70 Kundenbetreuer  will die LGT 20 bis 30 neue Stellen schaffen. „Das werden Stellen im Back und Middle Office sein. Die Front Office-Leute kommen von der HSBC und die haben Bedarf an Supportfunktionen“, sagte der Sprecher. Allerdings sei es noch zu früh, um die konkreten Profile zu umreißen. Mit dem Zukauf wird die Mitarbeiterzahl der LGT voraussichtlich auf bis zu 2000 Beschäftigte steigen. Die verwalteten Kundenvermögen würden auf etwa 120 Mrd. Franken klettern.

Generell macht der Schweizer Wealth Management-Markt eine rasche Konsolidierung durch. Laut Branchenbeobachtern stiegen durch die wachsende Regulatorik die Kosten der Banken. Andererseits konkurriere die Schweiz in der Weißgeldstrategie mit diversen anderen Standorten, was auf die Margen drücke. Für kleinere Anbieter könne die Luft dann schnell dünn werden.

Derzeit betreiben Julius Bär und Safra Sarasin bereits die Übernahme des internationalen Wealth Management-Geschäfts der Bank of America Merrill Lynch bzw. des Schweizer Wealth Managements von Morgan Stanley.

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