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GASTBEITRAG: Wie ich als Hedgefondsmanager dem Alkohol verfiel

Foto: Getty Images

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„Ich bin Eigenhändler. Ich besitze neun Jahre Erfahrung im Management eines Fonds von 80 bis 100 Mio. Dollar und ich kann schon mit ein wenig Stolz von mir behaupten, dass der von mir gemanagte Fonds nie einen negativen Monat hatte. Zwischen 2006 und 2012 erzielten wir im Schnitt eine Performance von 15 Prozent jährlich.

Leider war ich gezwungen, eine Auszeit von der Branche zu nehmen. Aus verschiedenen Gründen habe ich mit schwerer Trinkerei in 2012 begonnen und mir fiel es schwer, mich auf die Märkte zu konzentrieren. Um nicht weiter abzugleiten, nahm ich mir eine Auszeit und es ging mir besser. Mittlerweile bin ich trocken, aber ich habe keinen Job.

Ich möchte in die Branche zurückkehren, am besten in Asien – wahrscheinlich in Singapur oder Hongkong. Ich habe bereits damit begonnen, C++ zu lernen und plane mich auch in Python einzuarbeiten. Ich würde gerne im Eigenhandel bei einem mittelgroßen Hedgefonds arbeiten, wo ich sowohl an den Ideen als auch an der Ausführung der Trades beteiligt bin. Aber realistisch gesehen würde ich überall arbeiten, wo ich mich weiterentwickeln kann. Ich kann mit verschiedenen Anlageklassen arbeiten und ich habe aus meinen Fehlern gelernt.

Wie sehen also meine Chancen aus? Habe ich meine Finanzkarriere ruiniert? Sollte ich mein bewältigtes Alkoholproblem gegenüber potenziellen Arbeitgebern erwähnen? Kann mir irgendjemand einen Rat geben? Ich bin ein bescheidener, kompetenter Mensch und kein eingebildeter Trader, der an Größenwahn leidet. Über jede Hilfe würde ich mich freuen.

Bei Saul Gorman handelt es sich um ein Pseudonym. Falls Sie Ratschläge haben, können Sie dafür gerne die Kommentarfunktion nutzen.

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Kommentare (1)

Comments
  1. Hallo Herr Kollege,

    wir können uns gerne mal privat austauschen!
    Ich kenne einen ähnlichen Fall, und da ist es mit dem zweiten Start positiv verlaufen!

    Beste Grüße aus Frankfurt

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