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Was ist für einen MBA besser: GMAT oder GRE?

Test

Wer einen MBA anstrebt, muss sich oft einem vorherigen Managementtest unterziehen. Dabei haben Bewerber die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Verfahren: Den Graduate Management Admission Test (GMAT), der von Pearson Vue veranstaltet wird und auf den sich Business Schools seit Jahrzehnten verlassen. Daneben gewinnt die Graduate Record Examination (GRE) vom Educational Testing Service an Bedeutung. Traditionell spielt die GRE eher für Fächer abseits des MBA eine Rolle. Doch seitdem der Test in 2011 überarbeitet wurde, wird er bereits von den meisten Business Schools der Vereinigten Staaten akzeptiert.

Laut dem Wall Street Journal wird die GRE mittlerweile von mehr als 1100 Business Schools neben dem GMAT anerkannt. In 2011 waren es gerade einmal 600. Bei manchen Business Schools legen bereits 30 Prozent der Bewerber GRE-Punkte vor.

Der Hauptvorteil der GRE besteht darin, dass die Business Schools dadurch ihren Bewerberkreis auf Kandidaten ausdehnen können, die neben einem MBA auch andere Master-Studiengänge erwägen. Und abseits der Business Schools wird oft nur die GRE akzeptiert. Einige dieser Kandidaten scheuen einfach die Mühe, sich neben der GRE auch noch dem GMAT zu unterziehen – so lautet die Überlegung.

Dennoch stellt sich die Frage, ob die GRE tatsächlich eine Alternative für Kandidaten darstellt, die ganz klar einen MBA anstreben.

„MBA-Bewerber sind besser bedient, wenn sie am bewährten und echten GMAT festhalten“, meint Wendy Flynn, die mit ihrem Unternehmen MBA Admission Coach MBA-Bewerber in den USA berät. Anders als die GRE, die sich z.B. auch an Absolventen der Geisteswissenschaften richtet, sei der GMAT speziell für Absolventen der betriebswirtschaftlichen Fächer konzipiert. Darüber hinaus habe sich über einen langen Zeitraum erwiesen, dass der GMAT eine gute Prognose für die Leistungen im ersten Jahr eines MBA-Studiums darstellt, sagt Flynn. „Dagegen muss sich erst noch herausstellen, welche Aussagekraft eine GRE für die Zulassung an einer Business School hat“, ergänzt die Beraterin.

Doch noch wichtiger sei, dass die Business Schools immer noch den GMAT höher als die GRE einschätzen – ganz gleich was sie offiziell verlauten lassen. „Die Zulassungskomitees sind damit einfach vertrauter“, sagt Dan Bauer, der als Gründer von The MBA Exchange angehende MBA-Studenten berät. Darüber hinaus zeuge der GMAT davon, dass der Bewerber ein größeres Interesse an einem Studium an einer Business School mitbringt.

Bauer rät besonders Absolventen der nicht-mathematischen Fächer zu einem GMAT. Diese könnten mit einem GMAT Kenntnisse von Bereichen nachweisen, die während ihrer vorherigen Studien vielleicht nicht getestet wurden.

Laut den Experten sei die GRE auch nicht so anspruchsvoll wie der GMAT. „Ich werde immer skeptischer, wenn ich höre, dass die Kandidaten sich für den GRE entscheiden, weil er nicht so schwierig wie der GMAT ist“, sagt Flynn. Sicherlich dürfte diese Einschätzung auch bei so mancher Business School geteilt werden, was bei der Beurteilung eines Kandidaten eine Rolle spielen kann. Bauer rät Bewerbern nur zu einer GRE, wenn sie zuvor bei einem GMAT wiederholt schlecht abgeschnitten haben.

„Diese Einstellung der Kandidaten zur GRE wird m.E. dazu führen, dass er im Zulassungsprozess als zweitklassig angesehen wird“, meint Flynn. „Bewerbern, die in den Finanzdienstleistungen arbeiten wollen, empfehle ich weiterhin den GMAT.“

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