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Sektlaune bei der Deutschen Bank: Was die 1295 Spitzenverdiener für 2013 einstreichen

Auf diese Nachricht muss man einfach anstoßen. (Foto: Getty Images)

Auf diese Nachricht muss man einfach anstoßen. (Foto: Getty Images)

Die Katze ist aus dem Sack. Endlich hat die Deutsche Bank ihren Jahresbericht 2013 veröffentlicht. Der interessanteste Abschnitt stellt dabei traditionell der Vergütungsbericht dar, in dem der Branchenprimus ein wenig über die Vergütung seines Spitzenpersonals verrät. Das geschieht allerdings nicht freiwillig, sondern aufgrund gesetzlicher Vorgaben.

Obgleich die Deutsche Bank in 2013 nur einen Reingewinn von 681 Mio. Euro ablieferte, was bei der Größe der Bank nur Peanuts sind, erhielt das Führungsduo einen kräftigen Aufschlag. So schnellte die Gesamtvergütung von Co-Chef Anshu Jain von 5,9 auf 10 Mio. Euro in die Höhe. Bei seinem Kollegen Jürgen Fitschen kletterten Salär und Boni von 4,3 auf 7,3 Mio. Euro.

 

Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers[/caption]

Doch noch interessanter ist, was die Deutsche Bank 2013 für ihre „regulierten Mitarbeiter“ springen ließ. Dabei handelt es sich um diejenigen Angestellten, die für Risiko und Erträge der Bank eine besondere Verantwortung tragen. Nach der Instituts-Vergütungs-Verordnung ist die Deutsche Bank gezwungen, deren Saläre und Boni offenzulegen.

Der Kreis dieser Spitzenverdiener erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 1295 Personen, wovon allein 1093 oder 84 Prozent im Investmentbanking beschäftig sind. Dabei arbeiten im Front Office der Sparte gerade einmal 8435 Mitarbeiter. Zum Vergleich: Im Filialgeschäft kommen 35 „regulierte Mitarbeiter“ auf fast 46.800 Angestellte.

Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers[/caption]

Im Durchschnitt erhielten die „regulierten Mitarbeiter“ eine Gesamtvergütung von 1,34 Mio. Euro. Am höchsten fiel die Entlohnung bei den Geschäftsleitern und im Asset & Wealth Management mit 2,55 bzw. 1,58 Mio. Euro pro Kopf aus. Am unteren Ende der „regulierten Mitarbeiter“ rangierten mit 1,27 Mio. Euro die Investmentbanker. Allerdings dürften in den meisten Sparten der Bank hauptsächlich Geschäftsführungsmitglieder in diese Kategorie fallen, während es im Investmentbanking einen erklecklichen Anteil des Front Office umfasst.

Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers[/caption]

Bei den Vergütungsstrukturen kündigte die Deutsche Bank für 2014 Veränderungen an. Diese sind auch bitter nötig, denn nach der neuen EU-Gesetzgebung darf das Verhältnis zwischen Boni und Gehältern künftig maximal 2:1 oder 200 Prozent der Festgehälter betragen. In 2013 pendelte diese Quote zwischen 327 Prozent im Filialgeschäft und 400 Prozent im Asset & Wealth Management.

Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers Quelle: Vergütungsbericht / eFinancialCareers[/caption]

Darüber hinaus enthält der Vergütungsbericht noch einige interessante Details. So sind bei der Deutschen Bank immer noch Antritts- und Garantieboni möglich. An 28 Begünstige wurde die Summe von 27 Mio. Euro gezahlt. Auch beim Weggang von der Deutschen Bank lässt sich offenbar gutes Geld kassieren. „Die größte im Jahr 2013 geleistete Abfindungszahlung betrug 3,7 Mio. Euro“, heißt es im Vergütungsbericht. Das dürften die Mitarbeiter erfreuen, die von dem angeblich geplanten Abbau von 500 Stellen im Investmentbanking betroffen sein könnten.

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