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Wie Jobhopping eine hoffnungsvolle Karriere ruiniert

Jobhopping kann Spaß machen, aber auch eine Karriere belasten.

Jobhopping kann Spaß machen, aber auch eine Karriere belasten.

Jobhopping ist gerade am Anfang einer Karriere ein verbreitetes Phänomen. Da die Banken in den Krisenjahren zu wenige Berufseinsteiger eingestellt haben, leiden viele jetzt im Junior-Level unter akuten Personalmangel und heuern gerne passende Mitarbeiter von der Konkurrenz an. Doch dabei ist Vorsicht geboten.

„Innerhalb der ersten vier Jahre wechseln die Leute überraschend oft zweimal. Gelegentlich sehen wir Leute, die ihren Job zweimal in nur zwei Jahren gewechselt haben“, beobachtet Headhunter Logan Naidu von Dartmouth Partnership. „Es handelt sich um diese ersten Wechsler, die die Banken jetzt anstellen wollen.“

Doch so verlockend der Wechsel auch erscheinen mag, können die Nebeneffekte im späteren Verlauf der Karriere doch ganz erheblich ausfallen. Headhunter Simon Nixon von Carpenter Farraday, der Jungbanker für die Private Equity-Branche abwirbt, erzählt, dass die Private Equity-Gesellschaften fast immer Kandidaten bevorzugen, die während ihrer Jahre als Analyst und Associates längere Zeit bei demselben Arbeitgeber verbracht haben.

„Wenn Sie die Stellen zweimal in zwei Jahren oder dreimal in drei Jahren gewechselt haben, dann wirkt Ihr Lebenslauf weniger beeindruckend. Wenn so häufig gewechselt wird, dann deutet dies auf schlechte Eigenschaften hin und suggeriert, dass Sie nicht loyal sind“, sagt Nixon. „Private Equity Fonds bevorzugen fast immer Personen, die bei einer Bank drei Jahre verbracht haben – und von diesen Leuten gibt es mehr als genug.“

Die Unternehmen würden Analysten mit erstklassigen Leistungen vorziehen und um diese zu erreichen, sei viel Unterstützung von Seiten des Managements erforderlich. Falls Sie also zu häufig wechseln, dann lasse sich eine solche Unterstützung kaum erzielen, sagt Nixon.

Auch Headhunter Tom Stoddart von Eximius Finance bestätigt, dass ein frühzeitiger häufiger Jobwechsel kontraproduktiv ausfallen könne. „Sie brauchen mindestens sechs Monate, um sich in die Stelle einzuarbeiten, und zwölf weitere, um darin Leistungen vorweisen zu können. Wenn die Leute zu viel Jobhopping in den ersten fünf Jahren ihrer Karriere betrieben haben, dann liegt das meist daran, dass sie nicht sonderlich gut oder Leiharbeitnehmer sind. Wir machen normalerweise um Kandidaten einen Bogen, die in dieser Zeit mehr als zwei Stellen hatten.“

Falls Sie also Ihre Karriere nicht ruinieren wollen, bevor sie überhaupt erst begonnen hat, dann sollten Sie über einen derartigen Wechsel also gründlich nachdenken.

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