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Kleine Bank mit großen Gehältern: Bei Bellevue liegt die Bruttovergütung bei 250.000 Franken

Die Bellevue Group residiert in Küsnacht am Zürisee.

Die Bellevue Group residiert in Küsnacht am Zürisee.

Auch winzige Banken können durchaus attraktive Arbeitgeber sein. Dies scheint jedenfalls auf die Schweizer Bellevue Group mit gerade einmal 80 Mitarbeitern zuzutreffen. Das Institut erzielte in 2013 einen Vorsteuergewinn von 7 Prozent, wie die Bellevue Group am heutigen Montag (24. Februar) meldete. Die stellte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gerade einmal ein Plus von 2 Prozent dar.

Bellevue konzentriert sich auf Brokerarge, Corporate Finance und Asset Management und versteht ihr Geschäftsmodell als „konsequente Ausrichtung auf aktive Aktienanlagen“. Dennoch konnte Bellevue Group von der Aktienhausse in 2013 nur bedingt profitieren. Die Erträge kletterten marginal um 1 Prozent auf 45,8 Mio. Franken.

Die Bank führte das bescheidene Ergebnis auf die geringen Handelsvolumen am Aktienmarkt zurück. „So groß die Kursfortschritte, so bescheiden haben sich die Volumina entwickelt: Die Börsenumsätze an der SIX Swiss Exchange vermochten sich nur um 19 Prozent von den Tiefstständen des Vorjahres zu lösen und liegen nach wie vor deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.“

Dennoch zeigte sich die kleine Bank gegenüber ihren Mitarbeitern großzügig – immerhin halten die 80 Beschäftigen der Bank gut 10 Prozent des Aktienbestandes. Die Aufwendungen für Gehälter und Boni kletterten binnen Jahresfrist um 5 Prozent auf 19,9 Mio. Franken, während zweieinhalb Stellen wegfielen. Unter dem Strich kassierte jeder Beschäftigte durchschnittlich also ein Bruttogehalt von 249.500 Franken – was sich durchaus im Schweizer Branchenvergleich sehen lassen kann. Im Vergleich zu 2012 stellt dies ein Plus von immerhin 8 Prozent dar.

Weiter kündigte die Bellevue Group eine Überarbeitung ihres Geschäftsmodells an, das allzu sehr vom Risikoappetit der Anlege abhänge. „Vor diesem Hintergrund gilt es, die Ertragsseite breiter abzustützen und das Geschäftsmodell gezielt zu erweitern“, hieß es von der Bank.

Laut Bellevue-Finanzchef Daniel Koller sei hiermit kein Personalaufbau gemeint. Vielmehr strebe die Gruppe Zukäufe im Asset Management sowie im Aktiengeschäft mit wohlhabenden Privatkunden an, sagte Koller gegenüber eFinancialCareers.ch. Als Aktienhaus strebe man kein gewöhnliches Private Banking an.

Mit einem Eigenkapital von 149,5 Mio. Franken sowie einer Eigenkapitalquote von beachtlichen 32,5 Prozent ist die Kriegskasse der Bellevue Group jedenfalls gut gefüllt.

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