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Ernst & Young-Bankenbarometer: Wie sich die Beschäftigung bei Banken in 2014 entwickelt

Das Lieblingswerkzeug von Bankchefs: die Axt.

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Die Deutschen machen ihren Ruf als Angsthasen Europas wieder alle Ehre. Laut dem neuen EY Bankenbarometer 2014 rechnet nur jede dritte Bank in Deutschland damit, dass sich ihre Geschäftslage im neuen Jahr bessern wird. Im Juni vergangenen Jahres hatten immer noch 43 Prozent optimistisch in die Zukunft geblickt. Damit stellt Deutschland das Schlusslicht in Europa dar. In Großbritannien gehen indes stolze 87 Prozent der Banken von einem besseren Geschäft aus; in der Schweiz immerhin noch gut die Hälfte.

Kein Wunder, dass die deutschen Banken auch weiterhin ihr Heil in Kostensenkungen sehen. So halten in Deutschland 59 Prozent der Banken die Themen Prozessoptimierung und Automatisierung für wichtig oder sehr wichtig. Europaweit liegt dieser Wert nur bei 55 Prozent. Hierzulande halten 51 Prozent der Banken weitere Kostensenkungen für wichtig und sehr wichtig – europaweit sind es lediglich 45 Prozent.

„Neue regulatorische Vorgaben und weiterhin niedrige Leitzinsen erschweren eine nachhaltige Erholung des Rentabilitätsniveaus. Für die Banken bedeutet das: Änderungen an Geschäftsmodellen und Kostenstruktur sind unumgänglich“, sagt Claus-Peter Wagner, Managing Partner Financial Services von EY in Deutschland.

Entsprechend düster fallen die Aussichten auf die Personalentwicklung aus. Nur 15 Prozent der Banken aus Deutschland rechnen mit einer steigenden und 37 Prozent mit einer sinkenden Mitarbeiterzahl. Dagegen prognostizieren 39 Prozent der Banken in Großbritannien mit steigender und 30 Prozent mit sinkender Beschäftigung. Pessimistischer als Deutschland schneiden lediglich Spanien, Frankreich und Österreich ab.

Personal einsparen wollen die deutschen Institute besonders in der Verwaltung. Immerhin 71 Prozent gehen von einer sinkenden Beschäftigung in diesen Bereichen aus. Mithin sollte sich vor allem das Backoffice Sorgen machen. Im Filialgeschäft wollen immerhin noch 42 Prozent Arbeitsplätze streichen.

Wesentlich besser schneidet das Investmentbanking ab. Nur 14 Prozent der deutschen Banken wollen hier ihr Personal ausdünnen. Europaweit sind es hingegen 27 Prozent.

Quelle: EY Bankenbarometer 2014

Quelle: EY Bankenbarometer 2014

 

 

Quelle: EY Bankenbarometer 2014

Quelle: EY Bankenbarometer 2014

 

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