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Deutsche Bank holt sich wieder die Krone im Anleihen-Geschäft

Handelssaal der Deutschen Bank.

Handelssaal der Deutschen Bank.

Im sehr wichtigen Anleihen-Geschäft scheint die Deutsche Bank zumindest in Europa in 2013 die Marktführerschaft verteidigt zu haben. Laut den vorläufigen Zahlen des Datenanbieters Dealogic hat das Institut an Emissionen im Volumen von 159,7 Mrd. US-Dollar teilgenommen. Damit konnten die Frankfurter ihren Marktanteil in Debt Capital Markets (DCM) sogar von 6,7 auf 7,3 Prozent steigern. Insgesamt war die Deutsche Bank an etwa 670 Deals beteiligt. Dies stellt zumindest eine Entwarnung für die Mitarbeiter im Fixed Icome-Geschäft der Deutschen Bank dar.

In die Gruppe der fünf größten DCM-Anbieter schafften es auch noch HSBC, BNP Paribas, Barclays und JP Morgan. Lediglich die Deutsche Bank und BNP Paribas konnten ihr Geschäftsvolumen im schwierigen abgelaufenen Jahr ausweiten.

Das Emissionsvolumen gab in Europa 2013 leicht von 2,23 auf 2,18 Billionen Euro nach. Dabei purzelte das Emissionsvolumen auf dem Heimatmarkt auf das niedrigste Niveau seit 2001. Dagegen nutzten die Euro-Krisenländer die aufgehellte Marktsituation, um sich reichlich mit Geld einzudecken. Laut Dealogic erhöhte sich das Volumen der Anleihe-Emissionen in Portugal, Italien, Spanien, Griechenland und Irland um die Hälfte auf 355 Mrd. Dollar –  das höchste Niveau seit 2010.

Laut Hakan Wohlin, Chef Debt Origination der Deutschen Bank, hätten sich die Finanzströme in 2013 zumindest teilweise umgekehrt. Während in den vorausgehenden Jahren die Gelder von den Krisenländern in Richtung Norden geflossen seien, würden jetzt wieder mehr Investoren in Südeuropa zugreifen, „da sich durch strukturelle Reformen und fiskalische Stabilität das Investitionsklima in der Peripherie verbessert hat“, sagte Wohlin. Für die Deutsche Bank sei 2013 in Europa ein gutes Jahr gewesen.

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