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„Wie ein Recruiter meinem Vorgesetzten steckte, dass ich einen neuen Job suche“

Whisper

Falls Sie über einen Recruiter einen neuen Job suchen, dann drehen sich Ihre schlimmsten Albträume nur darum: Irgendwie findet mein Chef heraus, dass mein Lebenslauf auf dem Arbeitsmarkt zirkuliert. In diesem Fall steht Ihnen ein wahrer Spießrutenlauf bevor: Keine Beförderungen, keine Gehaltsanhebungen und die beständige Gefahr, bei der erstbesten Gelegenheit vor die Tür gesetzt zu werden.

Glücklicherweise werden solche Albträume nur selten wahr. Doch es gibt Ausnahmen. So berichtet ein Kandidat gegenüber eFinancialCareers von folgender Story und fragt sich, was er in seiner vertrackten Situation unternehmen sollte:

„Ich arbeite bei einer Investmentbank im Research und möchte zu Sales wechseln. Im Februar 2013 habe ich mich für zwei Sales-Jobs über unterschiedliche Personalvermittler beworben. Ich hatte es nicht wirklich ernst gemeint; ich wollte nur das Interesse ermitteln, das im Markt für Leute mit meinem Hintergrund herrscht.

Ich habe keinen der Jobs bekommen und auch nicht länger darüber nachgedacht. Einige Monate später gab es einige Posten innerhalb unseres Research-Teams zu besetzen. Dazu nahm mein Vorgesetzter Kontakt mit einem der Personalvermittler auf, über die ich mich beworben hatte, und fragte, ob dieser einige passende Kandidaten für die Research-Stellen habe. Bei den anschließenden Gesprächen erzählte einer der Recruiter, dass er bereits einige Leute aus unserem Unternehmen platziert habe und auch einige der Lebensläufe aus unserem Team gesehen habe.

Die meisten dieser Lebensläufe stammten von Kollegen, die längst das Unternehmen verlassen hatten. Aber einer davon stammte von mir. Irgendwie gelang es meinem Vorgesetzten aus dem Recruiter herauszuquetschen, dass ich mich für einen Sales-Job beworben hatte und dass ich bereit zu einem Jobwechsel sei. Es ist nicht ganz klar, ob dem Recruiter bewusst war, dass ich immer noch bei dem gleichen Unternehmen arbeite – immerhin gab er meinen Namen preis.

Nichts davon wurde mir offiziell erzählt. Ich habe nur von einem Kollegen erfahren, dass es zwischen meinem Vorgesetzten und der Personalabteilung Diskussionen über meine Bewerbungen gab. Es scheint, dass sie beschlossen haben, die Sache auf sich beruhen zu lassen, weil sie nicht glauben, dass ich einen Job in Sales finde und dass sie bereits Lücken im Research haben und nicht noch eine schaffen wollen.

Ich habe die Angelegenheit mit den betreffenden Recruitern diskutiert und diese haben sich entschuldigt. Dennoch habe ich auch weiter das Problem: Ich arbeite immer noch für das gleiche Unternehmen und es sieht momentan nicht so aus, als wenn ich wechseln könnte. Eine fällige Beförderung wurde bislang nicht ausgesprochen und ich wage es nicht, auf einen Bonus zu hoffen. Ich befinde mich auf Messers Schneide und in einer Position, in der ich keine Zukunft habe. Gleichzeitig traut mir mein aktueller Arbeitgeber nicht, weil ich auf dem Sprung bin.

Darüber hinaus wurde mein Vertrauen in die Personalvermittlungsbranche erschüttert. Selbst wenn ich einem einzelnen Recruiter trauen würde, wie kann ich sicher sein, dass sein Kollege nicht meine Identität enthüllt, sobald mein Lebenslauf erst einmal in seiner Datenbank gelandet ist?

Ich kann keinem Recruiter trauen und ich kann nicht länger in meinem bisherigen Job bleiben. Welchen Rat würden Sie mir erteilen?“

Sie sind herzlich dazu eingeladen, in der unten stehenden Kommentarfunktion Ihre Ratschläge abzugeben.

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Kommentare (2)

Comments
  1. Diese Leute sind verantwortlich, dass Recruiter so einen schlechten Ruf haben. Damit schaden Sie der gesamten Branche – das ist eine Schande.

    Jeder Kandidat sollte sich zweimal anschauen, mit wem er zusammenarbeitet!

  2. Hallo Kollege,

    da hilft eigentlich nur eins: Sich mittelfristig nach einem Job umschauen! Dazu muss man auch nicht über einen Recruiter gehen. Die persönlichen Netzwerke sind meiner Erfahrung nach immer noch der beste Weg.

    Viel Glück,

    Dein Tradingflooferkel

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