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Credit Suisse streicht Vergütung im Investmentbanking um 24 Prozent zusammen

Auch die Credit Suisse konnte im dritten Quartal nicht mit einem guten Ergebnis glänzen. Der Vorsteuergewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf nur noch 930 Mio. Franken ein. Für die ersten neun Monate sieht es indes mit einem Vorsteuergewinn von 4,5 Mrd. Franken besser aus. Dies bedeutet eine Steigerung von 18 Prozent, wie sich aus dem am heutigen Donnerstag (24. Oktober) veröffentlichten Quartalszahlen ergibt.

Kräftiger Personalabbau im Private Banking & Wealth Management

Im Private Banking & Wealth Management kletterte der Vorsteuergewinn im dritten Quartal um 9 Prozent auf gut 1 Mrd. Franken. Die Aufwands-Ertrags-Quote ist mit 72 Prozent akzeptabel. Insgesamt verzeichnete die Credit Suisse einen Netto-Neugeldzufluss von verwalteten Vermögen von gut 8 Mrd. Franken.

Beim Personal stehen allerdings im Private Banking & Wealth Management die Zeichen auf Personalabbau. So verminderte sich die Mitarbeiterzahl allein im dritten Quartal um 400 auf nur noch 26.100. Beschäftigte – 150 davon nur im Relationship Management. Binnen Jahresfrist sind sogar 1300 Stellen weggefallen. Für jeden Beschäftigten der Sparte ließ die Bank seit Jahresbeginn durchschnittlich knapp 154.000 Franken springen, was etwa auf Vorjahresniveau liegt.

Im Investmentbanking schafft die Credit Suisse 500 neue Jobs

Rabenschwarz sieht es hingegen im Investmentbanking aus. Hier halbierte sich der Vorsteuergewinn auf 229 Mio. Franken. Das relativ gute Abschneiden des Aktiengeschäfts konnte den Einbruch im Anleihegeschäft nicht ausgleichen. Da half auch kein kräftiger Tritt auf die Kostenbremse, den die Mitarbeiter zu spüren bekommen.

„Das Ergebnis widerspiegelt aber auch unsere anhaltend gute Kosten- und Kapitaldisziplin. So ist es uns dank unserem guten Kostenmanagement gelungen, den Personalaufwand im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Prozent zu senken“, sagte CS-Chef Brady Dougan.

Allerdings dürften die Mitarbeiter des Investmentbankings in Zukunft von Kürzungen eher unterproportional betroffen sein. Denn die Credit Suisse hat ihre Kostenbasis im Vergleich zu 2011 um 3 Mrd. Franken vermindert. Bis 2015 will das Institut weitere 1,5 Mrd. Franken pro Jahr einsparen. Davon sollen lediglich 200 Mio. Franken auf das Investmentbanking entfallen. 600 Mio. muss das Private Banking & Wealth Management schultern und gut 750 Mio. entfallen die Infrastruktureinheiten.

Erstaunlich ist hingegen, dass die Mitarbeiterzahl im Investmentbanking von Juli bis September um 500 auf 20.000 zulegte. Dabei dürfte es sich allerdings zumeist um Berufseinsteiger von der Uni handeln, die normalerweise im September in ihr Berufsleben starten. Durchschnittlich ließ die Schweizer Großbank für ihre Investmentbanker in den ersten neun Monaten 204.000 Franken springen; im Vorjahr waren es noch knapp 244.000 Franken gewesen

Überdies kündigte die Credit Suisse an, in den einzelnen Geschäftsbereichen „Non-strategic divisions“ zu schaffen. Dabei scheint es sich um kleine hausinterne Bad Banks zu handeln, in die abzubauende Geschäftsbereiche und Rechtsrisiken abgeschoben werden.

 

Wo die Credit Suisse 4,5 Mrd. Franken bis 2015 einsparen will

Quelle Credit Suisse

Quelle Credit Suisse

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